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Bühnen

Siebtes Hannoversches Schattentheaterfestival

Die Erzählungen und Geschichten aus Klassik und Moderne, aus Nah und Fern, werden von sieben Ensembles in acht Inszenierungen vom 14. bis 17. November ins Licht gesetzt. Aufführungsorte sind das Alte Magazin (KinderTheaterHaus) und das Theatermuseum.

Donnerstag, 14. November

Teatre du Nombr´ile: Magic Kermesse
19:00 Uhr, Altes Magazin

Vor fast hundert Jahren treiben sich allerlei Gestalten auf dem Jahrmarkt in Brüssel herum. Auch ein kleiner Junge mit seinem Hund stromern zwischen Riesenrad, Würstchenbuden und Geisterbahn herum. Richtig spannend wird es, als der kleine Hund plötzlich nicht mehr da ist. Wo ist er in all dem Getümmel geblieben?! Alles auf dem Jahrmarkt wird nicht nur auf der Schattenbühne gezeigt: Musik, Geräusche und Stimmungen werden mit beeindruckender Weise live neben der Bühne erzeugt. Eine wundervolle Ergänzung zu den temporeichen Ereignissen auf dem Schirm.

  • 45 Minuten, für Menschen ab 5 Jahren (in französischer Sprache, aber auch so gut verständlich)
  • Spieler: Antoine Clette und Anne Peeters
  • Musiker: Chris Devleeschouwer

Freitag, 15. November

Teatre du Nombr´ile: Magic Kermesse
11:00 Uhr, Altes Magazin

Inhalt: siehe 14. November.


Theater Handgemenge: Der Kleine Häwelmann
16:00, Altes Magazin

Nachts sollten alle Kinder schlafen. Aber manche sind einfach nicht müde. "Mehr! Mehr!"- ruft der kleine Häwelmann immerzu, als er in seinem Rollenbett liegt und alles schläft. Er kann einfach nicht einschlafen und will fahren! Da baut sich der Häwelmann ein Segel und bläst kräftig hinein. Schon rollt er durch das Zimmer, kopfüber die Wand hinauf und wieder hinunter und kurzerhand auf einem Mondstrahl durchs Fenster! Hinaus in die Nacht- und dort erlebt er eine abenteuerliche und fantastische Reise, die für Generationen von Kindern bis heute nichts von ihrer Faszination verloren hat. Der Märchenklassiker von Theodor Storm mit zartem Humor und viel Poesie, sowie viel Liebe zum Detail wird in magischen Schattentheaterbildern neu umgesetzt.

  • 45 Min, ab 4 Jahre
  • Spieler: Susi Claus, Peter Müller

Theater Handgemenge: Der Morgen kann warten
19:00, Altes Magazin

Dies ist die Geschichte von einem alten Mann, der endlich einschlafen sollte. Aber nicht wollte. Er hatte Angst, dass seine Seele, falls er je im Dunkeln die Augen zumachen und einschlafen würde, seinen Körper verlassen könnte. So hielt er sich Nacht für Nacht mit Erinnerungen wach. Und brachte andere mit seiner Ungedult und Aufsässigkeit zum Verzweifeln. Doch er hatte noch nicht genug vom Leben, wollte noch so viel mehr erfahren. Und da es für Abenteuer nie zu spät ist, fuhr er eines nachts im Licht des Mondes in seinem Bett zum Haus hinaus. So sah er erstaunliche Dinge, begegnete alt bekannten und überraschend neuen Wesen und erlebte Gefühle wie nie zuvor. Keine Nacht war je wie diese.

  • 60 Minuten, für Jugendliche und Erwachsene
  • Spieler: Susi Claus, Peter Müller

Samstag, 16. November

Ensemble der Vagantei Erhardt: Improvisationen mit dem Schatten
12:30 Uhr, Altes Magazin

Unter der Mithilfe von Ensemblemitgliedern der Vagantei Erhardt und der Musik der Band Bawawa können Zuschauer als Akteure hinter der Leinwand mit verschiedenen Techniken improvisieren: mit Figuren oder Masken, die sie bei dem vorhergehenden Workshop hergestellt haben oder mit Figuren und Requisiten, die wir zur Verfügung stellen. So sind Tänze und Schattenkämpfe (reale Person gegen einen Projektions-Drachen) Ritt auf einem Projektionspferd, Spiel mit Objekten zur Musik, Mehrfachschatten, Figurenkombinationen durch Aufsummierung oder Verbergen von Menschen oder Objekten, Sandmalerei und viele Weiteres möglich. So kann das Selbermachen genauso wie das Zuschauen Freude bereiten.


The Dancing Firefly: Menschen-, Tier- und Sachgeschichten
16:00 Uhr, Theatermuseum

Mit typisch britischem Humor zeigt "The Dancing Firefly" kurze Geschichten und Lieder aus der Realität, der Phantasie und den Märchen. So werden Löwe, Tiger, Drache und Elefant, aber auch Maus, Chamälion und Ameise lebendig. Sogar Riesen und Gartengeräte spielen neben Menschen mit. Die normalen Menschen haben hier aber nur eine Nebenrolle.

  • 45 Minuten, ab 4 Jahre
  • Spieler: Rupert Ingrams mit Assistenz von Barbara Buch

Indonesisches Schattentheater: Bima (Wayang Kulit)
19:00 Uhr, Altes Magazin

Die Aufführungen eines Wayang Kulits sind kultische Handlungen. Der Spieler hat dabei die Funktion eines Priesters. Deshalb werden alle Aufführungen mit einer Opferzeremonie begonnen. Vor Beginn werden Handlung und Haupt-Figuren kurz vorgestellt. Das Mahabarata-Epos erzählt von dem Familien der Kurawa und Pandawa im Königreich Hastinapura. Als Pandu, der König von Hastinapurna stirbt, sind seine Söhne noch klein. So geht die Regierungsgewalt vorerst auf die Kurawas über. Damit das Reich Hastinapura der Familie Kurawa allein gehört wird Bima, der mächtigste der Familie Pandawa, in den Wald geschickt, das von zwei mit magischen Kräften ausgestatteten Riesen bewacht wird, die Bima sicherlich umbringen würden. Aber die beiden Riesen werden von Bima überwältigt, die sich in die Götter Indra und Brahma verwandeln.
Weil Bima noch lebt, schickt ihn Resi Dorna aus, um das heilige Wasser im Ozean zu suchen, damit er dort den Tod durch ertrinken findet. Im Ozean stößt Bima mit einer großen Schlange zusammen, die ihn umbringen will. Bima kann die Schlange aber töten, die sich schließlich in den Meeresgott Dewa Ruci verwandelt. Der rät Bima, nach ritterlicher Kraft und Weisheit zu streben und gibt ihm den Namen Bima Suci. Die javanischen Worte für den Kerngehalt dieser Sage lauten: "Suro Diro Jayaningrat Lebur Denuing Pangastuti", das bedeutet "Das Schlechte wird durch das Gute überwunden.

  • 55 Minuten, ab 7 Jahren
  • Spieler: Margi Budoyo
  • Musik: Gamelan-Orchester des Generalkonsulats von Indonesien

Sonntag, 17. November

Cia Quase Cinema: Schatten Circus
11:00 Uhr, Theatermuseum

Kommen Sie! Sehen Sie! Bestaunen Sie die geretteten Schatten des größten Trapezkünstlers aller Zeiten, den ältesten Tierbändiger und viele Attraktionen. Erleben Sie wie Könige, Königinnen, Prinzessinnen und Prinzessinnen zu den größten Regenten der Welt gemacht wurden. Um diese in Raum und Zeit verlorenen Schatten zu retten, mussten wir den einzigen noch lebenden magischen Schattenjäger auf der Erde einsperren, der heute einen Elefanten in eine Maus verwandeln wird.

  • 45 Minuten, ab 5 Jahre
  • Spieler: Silvia Godoy und Ronaldo Robles

Theater Fuchs: Das Wunderpferd
16:00 Uhr, Theatermuseum

Ein Schattentheater, vorgeführt, gesungen und gesprochen von einem Solo-Puppenspieler in Arabisch und Deutsch. Erzählt wird das Leben des Propheten Mohammed und wie er durch einen Engel mit dem Koran betraut wird. Wie er aus Mekka flieht und in Medina mit Gesang empfangen wird. Dabei werden auch die zentralen Geschichten des Koran dargestellt, zu denen die von Abraham, Jona und dem Wal, Maria und Jesus gehören. Höhepunkt ist die Himmelsreise des Propheten auf dem Wunderpferd Buraq nach Jerusalem. Hierbei besucht er das Paradies und die Hölle und damit den ganzen Kosmos der islamischen Religion.

  • 45 Minuten, ab 6 Jahre
  • Spieler: Christian Fuchs

Schattentheater Vagantei Erhardt: Doctor Faustus
19:00 Uhr, Altes Magazin

Nach alten Theatervorlagen (u.a. K. Simrock) bearbeitet von F. und Y. Paasche.
Die Geschichte von Doktor Faustus, basiert auf einer realen Person, die in Baden wirkte und wohl durch eine Explosion ums Leben kam. Die Grundlagen für das Theaterstück liegen in der "Historia von Dr. Johannes Faustus" (1587) Lange vor Goethe zeigten Puppentheater in ganz Europa diese dramatische Geschichte. Sie stellten der Beziehung: Faust - Mephisto auf der Diener Ebene: Pickelhäring - Auerhahn gegenüber.
Während Faust - trotz seiner Gelehrtheit" der Hölle nicht entrinnen kann, gelingt dies Pickelhäring. Er ist einer aus dem Volk und Gegenspieler des entrückten Gelehrten Faust. Er spricht wie das einfache Volk, hat dessen Primärbedürfnisse sowie das Bedürfnis ungeschoren durch das Leben zu kommen. Er ist dreist, mit Mutterwitz zuweilen obszön und aufsässig, so dass selbst Teufel verzagen müssen. Einerseits sind die Fragen nach Grenzen der Wissenschaft, Religion und Ethik weiter aktuell, andererseits sind viele Probleme nur mit Humor und Mutterwitz zu ertragen oder zu lösen.
Dieses Stück - in der Version, die Simrock beschrieb - hat Goethe zu seinem Faust verarbeitet.
Unsere Aufführung versucht die Leichtigkeit der mittelalterlichen Stücke mit der Tiefe von Goethes Fassung zu verbinden und zu zeigen: "Faust" kann Spaß machen.

  • 75 Minuten, für Jugendliche und Erwachsene
  • Spieler: Anke Küpper, Frieder Paasche, Heiko Schulz
  • Technik: Reinhard Köhler
Termin(e): 14.11.2019 
von 19:00 bis 19:45 Uhr
15.11.2019 
von 11:00 bis 11:45 Uhr
15.11.2019 
von 16:00 bis 16:45 Uhr
15.11.2019 
von 19:00 bis 20:00 Uhr
16.11.2019 
von 12:30 bis 13:30 Uhr
16.11.2019 
von 16:00 bis 16:45 Uhr
16.11.2019 
von 19:00 bis 20:00 Uhr
17.11.2019 
von 11:00 bis 11:45 Uhr
17.11.2019 
von 16:00 bis 16:45 Uhr
17.11.2019 
von 19:00 bis 20:15 Uhr
Ort

Verschiedene Veranstaltungsorte in Hannover

  • 30159 Hannover
Preise:
Abendveranstaltungen 16,00 / 13,00 Euro
Vor- und Nachmittagsaufführungen 6,00 Euro
Festivalkarte Erwachsene 80,00 / 75,00 Euro
Festivalkarte Kinder 35,00 Euro

Aufführungsorte und Kartenreservierung:

KinderTheaterHaus im Alten Magazin, Kestnerstr. 18, Tel. 0511/816981
Theatermuseum Hannover, Prinzenstr. 9, Tel. 0511/9999 2040