Bühnen

Szenen einer Ehe

Premiere am 10. Juni im Schauspielhaus: Stephan Kimmig verknüpft die Filme "Szenen einer Ehe" und "Sarabande" szenisch zu einer zeitdurchschreitenden
Choreografie der Sehnsucht und Einsamkeit.

Das Schauspielhaus Hannover.

Über das Stück

Ein Ehepaar. Marianne und Johan. Seit zehn Jahren verheiratet. Er ist Wissenschaftler, sie Rechtsanwältin. Zwei Kinder. Alles scheint einfach nur gut zu sein. Doch als Johan aus seiner selbstzufriedenen, harmoniesüchtigen Rolle austritt und den fast schon unheimlich still gewordenen Raum der Ehe aufbricht, kriechen die unterdrückten Emotionen wie Ungeziefer aus allen Ritzen. Plötzlich müssen die leiden lernen, wirklich zu sehen, wer sie sind, wonach sie begehren, wovor sie sich fürchten und vor allem, wie es darüber zu sprechen gilt. Als ob sie eine neue Sprache lernen müssten: Grammatik der Gefühle.

30 Jahre nach ihrer Scheidung treffen sie sich wieder. Die Protagonisten aus "Szenen einer Ehe" (1973) blicken im letzten Stück der schwedischen  Filmlegende Ingmar Bergman "Sarabande" (2003) erbarmungslos und doch nicht ohne Empathie auf ihr gemeinsames Leben.

Regisseur Stephan Kimmig, der u. a. in München, Berlin und Düsseldorf inszeniert, nimmt Bergmans Äußerung über seinen letzten Film "Sarabande", den er als 'Paartanz' bezeichnet hat, wörtlich und lässt Liebespaare aufeinanderstoßen wie Atome. 

Was kennzeichnet menschliche Beziehungen? Was können diese aushalten, was brauchen sie? Warum verwandelt sich Liebe in Hass? Wie viel Täuschung hält eine Beziehung aus, bedarf sie sogar? Was hält uns davon ab, das Leben zu leben, das wir uns wünschen?

Zur Produktion

REGIE Stephan Kimmig
BÜHNE Katja Haß
KOSTÜME Anja Rabes
MUSIK Michael Verhovec
DRAMATURGIE Mazlum Nergiz

Termine

10.06.2022 ab 19:30 bis 21:00 Uhr

Ort

Schauspielhaus
Prinzenstraße 9
30159 Hannover

Für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren