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Bühnen

Wiederaufnahme: Der Freischütz

Finstere Mächte in einer angstbeladenen Welt: Kay Voges' Inszenierung der "deutschen Nationaloper" von Carl Maria von Weber ist im Opernhaus zu sehen – empfohlen ab 16 Jahren.

Im Gegensatz zu seinem Protagonisten Max hat Carl Maria von Weber mit seinem Freischütz "ins Schwarze getroffen", wie er 1821 nach der Berliner Uraufführung mit Genugtuung feststellte. In einer Zeit, in der in der preußischen Hauptstadt die italienische Oper quasi eine Monopolstellung hatte, wurde Webers Werk in drei Aufzügen als Durchbruch einer originalen deutschen Oper gefeiert. Es wurde als zukunftweisender Grundstein für die weitere Entwicklung stilisiert, und Richard Wagner setzte ein entsprechendes Zeichen, als er 18 Jahre nach Webers Tod die Überführung von dessen sterblichen Überresten von London nach Dresden veranlasste. Seither gilt "Der Freischütz" als "deutsche Nationaloper" schlechthin, mit den entsprechenden Attributen des deutschen Waldes, biedermeierlicher Idylle und stimmungsvoller Schauerromantik. Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass diese Oper weit mehr ist als die Klischees, die ihr anhaften.

Zweite Opern-Premiere für Voges

In Hannover wird "Der Freischütz" von Kay Voges auf die Bühne gebracht. Der gebürtige Düsseldorfer ist seit Sommer 2010 Intendant des Schauspiels Dortmund. Dort inszenierte er unter anderem Ibsens "Peer Gynt", eine Theaterbearbeitung von "Das Fest" (für die er mit dem renommierten Deutschen Theaterpreis "Der Faust" nominiert war) sowie Büchners "Woyzeck". Sein Debüt als Opernregisseur gab er erst im Dezember 2013 mit Richard Wagners "Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg" an der Oper Dortmund. Wie in einigen seiner Theaterprojekte arbeitete Voges auch dort mit der Einbindung von Videos. Die durchaus moderne Inszenierung lieferte starke Bilder, erntete aber geteilte Meinungen. So auch sein "Freischütz" in Hannover. Der Besuch der Vorstellung wird deshalb erst ab 16 Jahren empfohlen.

Besetzung

Auf der Bühne stehen Eric Laporte als Max, Rebecca Davis als Agathe, Athanasia Zöhrer als Ännchen, Tobias Schabel als Kaspar, Matthias Winckhler als Ottokar, Michael Dries als Cuno, Daniel Eggert als Eremit, Uwe Gottswinter / Byung Kweon Jun als Kilian sowie Eva Verena Müller als Samiel. 

Handlung

Max, einst ein erfolgreicher Jäger, hat das Jagdglück verlassen. Seit der Probeschuss näher rückt, durch den er seine geliebte Agathe gewinnen und außerdem noch sein Anrecht auf die Amtsnachfolge des Erbförsters behaupten soll, hat seine Zielsicherheit merklich nachgelassen – ein klassischer Fall von Versagensangst angesichts einer öffentlichen Prüfung, die nicht nur den fähigen Schützen, sondern auch den potenten Mann unter Beweis stellen soll. In solcher Not hilft nur schwarze Magie in Gestalt der treffsicheren Freikugeln, die der finstere Jägerbursche Kaspar Max in der Wolfsschlucht offeriert. Der Haken an der Sache liegt jedoch in der letzten Freikugel, die der "schwarze Jäger" Samiel nach seinem Gutdünken lenken kann. Und just diese ist es, die Max für den Probeschuss bleibt, und die eigentlich für Agathe gedacht war. Doch ein Eremit hat Agathe unter den Schutz des Himmels gestellt, und die Kugel trifft stattdessen Kaspar, der mit einem Fluch sein Leben aushaucht ...

Premiere war am 12. Dezember 2015.

Termin(e): 06.03.2018 
von 19:30 bis 22:15 Uhr
16.03.2018 
von 19:30 bis 22:15 Uhr
25.03.2018 
von 16:00 bis 18:45 Uhr
Ort

Staatsoper Hannover

  • Opernplatz 1
  • 30159 Hannover
Preise:
Eintritt 21,00 - 63,00 €
Vorverkauf:

Wichtiger Hinweis: Die Inszenierung erst ab 16 Jahren freigegeben!

Einlass ab eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

Die Eintrittskarten gelten als Fahrschein im gesamten Tarifgebiet des Großraum-Verkehr Hannover (GVH).