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Sushikino

Hausu

Nobuhiko Ōbayashi, Japan 1977, 88 Minuten, japanisches Original mit deutschen Untertiteln

Im Bild zu sehen ist ein Mädchen an einem kleinen Tisch, auf dem ein Goldfischglas samt Fisch steht. Über ihr Gesicht tanzt ein Lichtschein. © Rapid Eye Movies

Szene aus Hausu

Wie soll man „Hausu“ beschreiben? Das Szenario ist im Grunde nicht ungewöhnlich für einen Horrorfilm: Oshare will wie jedes Jahr mit ihrem Vater Urlaub machen. Doch dieser hat, nachdem nun acht Jahre seit dem Tod der Mutter vergangen sind, eine neue Frau kennengelernt und will sie mit in die Ferien nehmen. Der jungen Schülerin passt das gar nicht, weshalb sie die väterlichen Pläne boykottiert und plant zu ihrer Tante, die sie seit frühen Kindestagen nicht mehr gesehen hat, zu besuchen. Also fährt sie zusammen mit ihren sechs Freundinnen und der Katze Schneeflöckchen raus auf das Land, wo das Haus der Tante einsam auf einem Hügel thront.

Wie man sich vielleicht denken kann, stimmt dort so einiges nicht. Weder mit dem Haus, noch der Tante. Doch Ōbayashi erzählt hier keinen Geisterhausfilm à la „The Others“ oder „Shining“. „Hausu“ ist womöglich der experimentellste und bizarrste Horrorfilm, der je gedreht wurde. Avantgardistische Schnitte, knallbunte Farben, gewagte Blue-Screen-Experimente und schrille Schockmomente wachsen zu einem wahnwitzigen, surrealistischen Trip zusammen. Regisseur Ōbayashi, der ursprünglich aus der Werbung kam, erfindet das Konzept von phantastischem Horror neu und gibt ihm seine eigene, kreischende Ästhetik. Dabei scheut er keine Experimente. Es gibt Kung-fu, verfluchte Klaviere und Bettlaken sowie einen Bananenzauber. Man muss es sehen, um es zu begreifen.

„Hausu“ ist weder ein komplexes Charakterdrama, noch birgt es besonders viel psychologische Tiefe. Dennoch bietet dieser phantasmagorische Wahnsinn eine einmalige Erfahrung und einen Heidenspaß.

Termin(e): 29.03.2020 ab 18:00 Uhr
Ort

Kino im Künstlerhaus Hannover

  • Sophienstraße 2
  • 30159 Hannover
Preise:
6,50 Euro / 4,50 Euro ermäßigt
Schüler, Studenten, Auszubildende, Sozialhilfeempfänger und Schwerbehinderte erhalten bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises eine Eintrittskarte zum ermäßigten Preis.
Hannover-Aktiv-Pass-Inhabern gewährt das Koki freien Eintritt.

Kartenreservierung und -vorverkauf:
0511/168-45522
KokiKasse@Hannover-Stadt.de
Montag - Freitag 12.00 bis 18.00 Uhr und an der Abendkasse. Die Kinokasse öffnet jeweils 30 Minuten vor Spielbeginn.