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Sushikino

Mr. Long

SABU, Japan/Taiwan/Hongkong/Deutschland 2017, 129 Minuten, japanisch-mandarin-taiwanesisches Original mit deutschen Untertiteln

mit Chang Chen

Im Bild zu sehen ist Hauptdarsteller Chang Chen. Er schaut ernst neben die Kamera und ist in magentafarbenes Neonlicht getaucht. © Rapid Eye Movies

Szene aus Mr. Long

Taiwan, ein dunkler Hinterraum, eine Gruppe Gangster berät sich. Plötzlich beginnt ein roter Fleck auf dem Hemd einer der Männer zu wachsen. Er fällt um. Hinter ihm kommt der Verursacher zum Vorschein: Mr. Long mit einer langen Klinge. Long ist ein taiwanesischer Auftragskiller, der eines Tages den Auftrag bekommt einen Gangster in Japan auszuschalten. Der Job misslingt, doch Long kann vor den tödlichen Kugeln seiner Henker fliehen. Er kommt in ein armes, verlassenes Viertel, wo er auf einen kleinen Jungen und dessen drogensüchtige Mutter, ebenfalls Taiwanesen, trifft. Long nimmt sich der beiden an, muss aber selbst erst mal einen Plan für seine Heimreise entwickeln, denn das Ticket kostest Geld, das er aktuell nicht hat. Da entdecken ihn plötzlich ein paar andere Anwohner. Sie sprechen zwar nicht seien Sprache, bemerken aber das er sehr gut kochen kann und helfen ihm einen Stand aufzumachen. Long unterläuft einen Wandel vom Killer zum Koch, doch die Vergangenheit ruht nicht.

„Mr. Long“ ist auf der einen Seite ein verdammt cooler Gangsterfilm mit hochstilisierten Actionsequenzen, auf der anderen Seite ist er ein überraschend ruhiger, immer wieder amüsanter und doch tragischer Film über Menschen im Abseits. Statt Messermorden stehen schnell Solidarität, Freundschaft und Liebe im Zentrum des Filmes, obgleich die blutige Killerwelt immer als Damoklesschwert über der Idylle schwebt. Fernoststar Chang Chen spielt den Mr. Long mit einer unbeschreiblichen Ruhe und Lakonie, dass man ihm stundenlang zusehen könnte.

Eines Tages fragt der schweigsame Killerkoch den kleinen Jungen, warum denn all dies passiere. Der Kleine antwortet: „Weil du cool bist und nichts sagst.“. Damit lässt sich „Mr. Long“ ziemlich gut zusammenfassen. Joris Coerdt

Termin(e): 19.04.2020 ab 20:15 Uhr
Ort

Kino im Künstlerhaus Hannover

  • Sophienstraße 2
  • 30159 Hannover
Preise:
6,50 Euro / 4,50 Euro ermäßigt
Schüler, Studenten, Auszubildende, Sozialhilfeempfänger und Schwerbehinderte erhalten bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises eine Eintrittskarte zum ermäßigten Preis.
Hannover-Aktiv-Pass-Inhabern gewährt das Koki freien Eintritt.

Kartenreservierung und -vorverkauf:
0511/168-45522
KokiKasse@Hannover-Stadt.de
Montag - Freitag 12.00 bis 18.00 Uhr und an der Abendkasse. Die Kinokasse öffnet jeweils 30 Minuten vor Spielbeginn.