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Wissenschaft & Wirtschaft

Protest und Bewegung

Mit einem musikalisch-philosophischen Abend rund um 50 Jahre 68er Bewegung startet die neue Reihe "Junge Philosophie" am 7. Juni in Cumberland.

Demonstration, Schwarz-Weiß-Aufnahme © HAZ-Hauschild-Archiv, Historisches Museum Hannover

Proteste im Zuge der Studentenbewegung in Hannover.

Der Aufbruch 1968 war gekennzeichnet von einer vorher noch nie da gewesenen transnationalen Gleichgestimmtheit von Jugendlichen – einem "wir"-Gefühl über soziale, nationale und kontinentale Grenzen hinweg. Rock, Folk, Soul und "Beatmusik", importiert aus den USA und Großbritannien, wirkten wie ein identitätsstiftender Zaubertrank. Er machte stark und mutig. So lieferte diese Musik den emotionalisierenden Soundtrack für Protest, für die Anti-Vietnam- Kriegsbewegung, für Konsumkritik, Feminismus, Umweltbewusstsein, Flower-Power und vieles andere.

Wechselspiel von Musik und Statements

In einem Wechselspiel von Musik und Statements wollen die Veranstalter am 7. Juni in der Cumberland des Schauspielhauses eine produktive Spannung zwischen Vergangenheit und Gegenwart aufbauen. Zusammen mit Zeitzeugen, Musikern, Philosophen, Aktivisten und Schülern werden Fragen gestellt: Inwiefern hat die sogenannte "68er Generation" uns geprägt? Welche Herausforderungen sind noch oder wieder aktuell? Wie können wir heute musikalisch, philosophisch und gesellschaftlich Veränderung und Bewegung leben?

Veranstaltungsreihe "Junge Philosophie"

Mit dieser Veranstaltung startet die neue Reihe "Junge Philosophie", die durch zeitdiagnostische Interventionen zur intensiven Auseinandersetzung mit Gegenwartsfragen motivieren will.

Zur Musik

Zwei Frauen und drei Männer © Frank Winkler

DREAMS 68

Legendäre Songs von Jimi Hendrix, den Rolling Stones und Beatles, von Bob Dylan, Eric Burdon und den Animals, Joan Baez, Joni Mitchell und Albert Ayler lassen in der Cumberland des Schauspiel Hannover den Sound von 68 wieder aufleben. Sie werden kontrastiert von aktuellen Songs, die die Sicht heutiger deutscher Rap- und Hip-Hop-Künstler auf 68 widerspiegeln. DREAMS 68 spielt die Songs live. Die Besetzung entspricht einer klassischen Rockformation (Drums, Bass, Guitar, Sax, zwei Sängerinnen); mit dabei sind zwei Alt-Rocker aus der damaligen Szene.

Mitwirkende

Joachim Barloschky
68er und Lehrbeauftragter an der Hochschule Bremen für "Soziale Arbeit/Gemeinwesenarbeit", der jedes Jahr das "Kommunistische Manifest" für sich neu interpretiert.

Danger Dan
Rapper und Mitglied der HipHop-Formation Antilopen Gang, der sich nicht zuletzt in einem seiner bekannten Songs mit der "RAF" auseinandergesetzt hat. Er wird mit seinem Vater Prof. Dr. Ludwig A. Pongratz, Bildungstheoretiker (TU Darmstadt), über das Vermächtnis der 68er diskutieren.

Jasmin Mittag
Aktivistin und Minimalistin, wird sich mit der Konsumkritik der 68er befassen.

Ninia LaGrande
Bloggerin und Feministin, befragt die Kritik des Patriarchats.

Prof. Dr. Felix Ekardt
Nachhaltigkeitswissenschaftler an der Universität Rostock, stellt die ökologische Kritik auf den Prüfstand.

Schüler des Ratsgymnasiums Stadthagen bieten visuelle Einsprüche und Unterbrechungen.

Die Band DREAMS 68 & Henry Brandstetter (DJ/Rapper) und special guest Danger Dan sorgen für den Soundtrack.

Veranstalter & Kontakt

Veranstalter
Forschungsinstitut für Philosophie Hannover, Ratsgymnasium Stadthagen und Landeshauptstadt Hannover [Wissenschaftsstadt]

Kontakt

Forschungsinstitut für Philosophie Hannover (fiph)
Gerberstraße 26, 30169 Hannover
0511 16409-30, kontakt@fiph.de

Landeshauptstadt Hannover
Büro Oberbürgermeister [Wissenschaftsstadt]
Trammplatz 2, 30159 Hannover
0511 168 4 1177, philosophie@hannover-stadt.de

Termin(e): 07.06.2018 
von 19:00 bis 21:00 Uhr
Ort

Cumberland

  • Prinzenstraße 9
  • 30159 Hannover
Preise:
Der Eintritt ist frei.
Vorverkauf:

Kostenlose Einlasskarten gibt es ab dem 28. April über den Vorverkauf des Niedersächsischen Staatstheaters im Opern- und Schauspielhaus