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Konzerte

Then Comes Silence und 1919

Post Punk und Goth Rock von der dunklen Seite der Macht: Then Comes Silence kommen am 12. April 2021 auf die Bühne des Lux.

Vier Männer mit bleicher Haut und schwarz geschminkten Augen sowie schwarzer Kleidung stehen versetzt vor einem dunklen Hintergrund. © Karl-Olof Christiansson

Die Gothic-Connaisseurs Then Comes Silence

Der Tod ist eine treue Muse. Er ist sicher, verlässlich, endgültig. Kurz: Er ist all das, was die anderen Musen nicht sind. Im Angesicht des Todes laufen die Götter der Inspiration urplötzlich zu Topform auf und rauschen himmelwärts, aus allen Rohren auf die Synapsen feuernd. Die schwedischen Post-Punk-Goth-Rocker Then Comes Silence sind sich dieser niemals versiegenden Quelle wohl bewusst. Der Tod mag die letzte Schwelle sein, die ultimative Grenze zwischen diesem Leben und der großen Ungewissheit. Für die Gothic-Connaisseurs Then Comes Silence ist er vor allem eine starke Kraft, die sie antreibt.

Die Platten

2017 führte diese Obsession mit allem Letalen zu "Blood", einem zutiefst morbiden, düster pulsierenden Genuss, der das Beste aus apokalyptischem Post Punk und nebligem Goth Rock extrahierte. Ein tödlich, ein merkwürdig berauschender Cocktail. Sie zerlegten ihren Backkatalog, der seit dem 2012 veröffentlichten Debüt "Then Comes Silences" aus immerhin vier Platten bestand, setzten ihren Sound neu zusammen, probten sich die Hintern wund, spielten so viel live wie nie zuvor. "Wir haben die Band neu gestartet", sagt Bandgründer Alex Svenson. "Das neue Line-Up von Then Comes Silence ist mehr denn je das einer Rock-Band."

Betörend, trübselig und gespenstisch

Ihr gewaltiges neues Album "Machine" spiegelt das wider: mehr Rock, mehr Tod, mehr von jener ungesunden Fixierung auf alles Düstere und Furchtbare. "Ich wollte unseren eingeschlagenen Pfad verlassen und nicht einfach ein zweites ‚Blood‘ schreiben." "Machine" kostete Schmerz und Kraft, war in vielfacher Weise ein Weg zurück zu ihren bescheidenen Anfängen als schwedisches Underground-Phänomen. Die packenden Beats, die gespenstisch kalten Melodien, die winterlichen Gitarren und düsteren Hooks zeigen, dass es das alles wert war – selbst jenes "verlorene Album", das Alex mal so eben vor "Machine" geschrieben und dann ad acta gelegt hat. Alles führte an diesen Punkt. Alles führte zu betörenden, trübseligen Hymnen wie "We Lose The Night", "Dark End" oder "Kill It". Gemixt von Legende Stefan Glaumann (Rammstein, Deathstars, Killing Joke), schließen Then Comes Silence den Kreis und klingen endlich so, wie sie immer klingen wollten – "wie eiskaltes Wasser, das an einem Novembermorgen aus einer rostfreien Leitung läuft." Herzen werden schmelzen. Blut wird gefrieren. Mit den wehenden Bannern von Post Punk und Goth in Händen wollen Then Comes Silence vor allem eines sein: eine Rock ‘n‘ Roll-Band von der dunklen Seite der Macht.

Das Konzert wurde vom 11. Oktober 2020 auf den 12. April 2021 verlegt. Tickets behalten laut Veranstalter ihre Gültigkeit.

Termin(e): 12.04.2021 ab 20:00 Uhr
Ort

Lux

  • Schwarzer Bär 2
  • 30449 Hannover
Preise:
23,30 € ggf. zzgl. Gebühren
Vorverkauf:

Einlass: 19 Uhr