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Konzerte

Verlegt: Irish Folk Festival

Das Irish Folk Festival ist auf den 10. November 2021 verschoben worden.

Ein gemaltes Bild mit Menschen, die Instrumente spielen © Magneticmusic

Tour: "Come as a visitor - leave as a friend" 

Ein spannendes Musikerlebnis lebt von Gegensätzen, die die Gefühle in Wallung bringen. Beim Irish Folk Festival sieht das so aus: Das dreistündige Konzert fängt immer mit ruhigen, erdigen und oft mythischen Tönen an. Sie sind der Energiespeicher, den Musik, Tanz und Gesang brauchen, um später ihre volle Energie entfalten zu können. Dass sich hier etwas zusammenbraut, spürt man spätestens, wenn die letzte Gruppe vor der Pause die Bühne betritt. Man spürt, dass sich hinter den Kulissen ein Sturm zusammenbraut, der sich mit dem Headliner gleich auf der Bühne entfaltet. Orkanstärke ist spätestens dann angesagt, wenn alle vier Acts gemeinsam die Bühne zu der berühmt berüchtigten Session betreten. In diesem Jahr sind dabei:

Benedict Morris & Cormac Crummey

Dieses Duo steht unter Strom. Das fühlt man von der ersten Note an. Einmal ist es der exquisite Ton, den beide Cracks aus ihren Instrumenten herauskitzeln. Gepaart mit der ungestümen Energie der Folkmusik entsteht ein ganz besonderer Aha-Effekt. Cormac Crummey an der Gitarre treibt Bene mit allerlei groovigen Riffs nach vorne. Wenn Bene sich so richtig in Rage spielt, dann fängt er ihn sanft auf. Cormac hat von Jazz, Funk, Rock oder irischer Tradition Pur das ganz breite Spektrum an Harmonien und Rhythmen drauf, um immer für eine Überraschung zu sorgen. 

Aoife Scott & Andrew Meaney 

Die junge Frau kommt aus der irischen Folk Dynastie der Black Family. Ihre Tante ist Mary Black und ihre Mutter Francis Black. Lieder gehörten zum Alltag der Familie. Aber auch das Gespür, welche Rolle einem Folksänger oder einer Folksängerin in der Gesellschaft zufällt und welche Aufgaben daraus erwachsen, wurde gepflegt. Begleitet wird sie von Andrew Meaney an der Gitarre. Er hat mit FullSet 2014 die Hallen tierisch gerockt. Aoife (gesprochen: Ifa) und Andy verstehen sich als die Stimme des einfachen Volkes. Es geht ihnen um soziale Gerechtigkeit. Sie wissen wie viel die Bevölkerung in der Bankenkrise auszustehen hatte und wie sie jetzt durch den Brexit leidet. 

The Armagh Rhymers

Es gibt immer noch kleine Nischen innerhalb der irischen Volksmusik, die bisher noch nicht entdeckt worden sind. Mumming ist eine davon. Mumming ist eine Art Volkstheater. Die Darsteller tragen aus Weidezweigen kunstvoll gefertigte Masken. Die überdimensionalen Masken sind Tierköpfe wie Pferd, Schwein, Rind oder Ziege und lassen ihre Träger wie Riesen erscheinen. Dazu ziehen sich die Darsteller, die Mummers genannt werden, Kostüme aus Lumpen an. Ein Mummer ist wegen seiner Größe eine imposante, ja sogar furchteinflößende Erscheinung. Er erinnert an die Hexen wie man sie aus der alemannischen Fastnacht kennt. Die Mummers vollführen einen Riesen-Hokuspokus, der den Anwesenden unter die Haut geht. Sie setzen einen Scat-ähnlichen Sprechgesang ein, lärmen mit Rasseln, bimmeln mit Schellen und spielen auf ihren Instrumenten.

Billow Wood

"Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es aus ihm heraus", ist ein gutes altes Sprichwort. Sprichworte sind immer gut, um über unsere Welt reflektieren zu können. Versucht man es damit in Bezug auf die Musik der jungen irischen Neo-Folk Band Billow Wood. Die irische Tradition kann man sehr gut mit einem über Jahrhunderte gewachsenem Wald vergleichen. Sie hat tiefe Wurzeln und ruht in sich. Dank junger Bands wie Billow Wood tritt sie aber nicht auf der Stelle, sondern wächst in alle Richtungen. So bleibt sie frisch, lebendig und für die Zuhörer interessant. Billow Wood lieben nicht nur die Tradition, sondern auch die Innovation. Sie schreiben den überwiegenden Teil ihrer Songs selbst, aber sie interpretieren diese auf traditionellen Instrumenten wie Harfe, Fiddle, Tin Whistle, Bodhrán, Akkordeon. Aber auch Schlagzeug und Gitarre. So haben neue musikalische Ideen trotzdem eine Anbindung an den Sound, den man vom Irish Folk her kennt. Durch die traditionellen Instrumente sind sie am besten als "Neo Folk from the West of Irelan" zu fassen.

Termin(e): 12.11.2020 
von 20:00 bis 23:00 Uhr
Ort

Kulturzentrum Pavillon

  • Lister Meile 4
  • 30161 Hannover
Preise:
VVK 32,80 € bis 43,80 €
AK 34,00 € bis 45,00 €
AK (ermäßigt) 29,00 € bis 39,00 €
Vorverkauf: