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Ausstellungen

Analemma

Die Lichtinstallation von Yasuhiro Chida ist vom 25. September bis 11. Oktober im Arne-Jacobsen-Foyer zu sehen.

Was ist es, was wir da sehen? Sind es Glühwürmchen, eine Armee von Raumfahrzeugen oder leuchtende Fischschwärme in der Tiefsee? Tausende winziger Lichtpunkte umgeben die Besucher. Sie bewegen sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, mal rasend schnell, mal langsam. Erst nach längerem Hinschauen erschließt sich das rätselhafte Phänomen, das der japanische Lichtkünstler und Architekt Yasuhiro Chida mit seiner Installation Analemma in den gläsernen Pavillon setzt. Mit feinen Fäden hat Chida ein riesiges dreidimensionales Netz in das Arne-Jacobsen-Foyer hineingewoben. Projektoren erzeugen weiße, schmale Lichtebenen, die sich langsam bewegen und an den Fäden die Lichtpunkte erzeugen.

Chidas Faszination für die Sichtbarmachung der Schönheit eines an sich unsichtbaren und unberührbaren Raums liegt seiner Lichtinstallation Analemma zugrunde. Hatte der Erbauer des Foyers, der dänische Architekt und Designer Arne Jacobsen, den architektonischen Raum des Foyers durch Glas definiert, so fügt Yasuhiro Chida hier eine weitere Ebene hinzu. Er verleiht dem durchsichtigen Raum eine magische Dichte.

Der Titel Analemma verweist auf ein seit der Antike bekanntes astronomisches Phänomen. Es beschreibt die Figur, die die Sonne zeichnet, wenn man ihre Position täglich im Verlauf eines Jahres vom selben Ort aus zur gleichen Zeit betrachtet und festhält. Die Serie dieser Sonnenbilder ergibt übereinandergelegt eine langgestreckte Acht, die eine Folge der elliptischen Bewegung der Erde ist. Maßgeblich wurde diese Entdeckung für die Konstruktion von Sonnenuhren, auch der berühmten Sonnenuhr im Großen Garten von Herrenhausen.

Termin(e): 25.09.2020 ab 21:30 Uhr
26.09.2020 bis 11.10.2020
von 20:00 bis 23:00 Uhr
Ort

Arne Jacobsen Foyer

  • Herrenhäuser Straße 4
  • 30419 Hannover

Der Eintritt ist frei.