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Wissenschaft & Wirtschaft

Kirchenumnutzung in Deutschland

Um eine sinnvolle und respektvolle Nachnutzung von leerstehenden Kirchengebäuden geht es beim Herrenhäuser Gespräch am 24. März im Schloss Herrenhausen.

Kirchen sind bedeutende Zeugnisse des kulturellen Erbes, die das Bild von Städten und Dörfern prägen. Infolge der aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen können heute nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Teilen Europas viele Kirchengebäude von den kirchlichen Institutionen nicht mehr betrieben und unterhalten werden. Sie werden verkauft, vermietet, zweckentfremdet.
Länderspezifische Unterschiede in rechtlicher und finanzieller Sicht, aber auch regionale Unterschiede mit Blick auf die Ausprägung religiöser Traditionen und kirchlichen Brauchtums haben jeweils unterschiedliche Praktiken der Kirchenumnutzung entstehen lassen. So dient beispielsweise die ehemalige Kirche der brandenburgischen Gemeinde Milow als Sparkassenfiliale und vor den Toren Magdeburgs wird an der Elbe im Chorgestühl ein Restaurant betrieben. Derart radikale Umnutzungen sind jedoch die Ausnahme. In der Regel suchen die Gemeinden nach Konzepten, die anschlussfähig sind an die einstige Geschichte des Bauwerkes und dieses respektieren.

Herrenhäuser Gespräch

Wie können wenig genutzte Kirchengebäude sinnvoll unterhalten und betrieben werden? Welchen denkmalpflegerischen und architektonischen Herausforderungen sehen wir uns gegenüber? Was bedeutet es für die Kirche, sich von einzelnen Gotteshäusern loszusagen? Welche ethischen und moralischen Grenzen gilt es zu respektieren? Laufen wir Gefahr, ein wichtiges historisches Erbe zu verlieren? Antworten auf diese Fragen suchen Experten beim Herrenhäuser Gespräch mit dem Titel "Vom Gotteshaus zur Sparkasse? Kirchenumnutzung in Deutschland" am 24. März im Xplanatorium des Schlosses Herrenhausen.

Programm

Podiumsdiskussion
Dr. Petra Bahr, Regionalbischöfin des Sprengels Hannover der Evangel.-Lutherischen Landeskirche Hannovers
Prof. Dr. Kerstin Wittmann-Englert, Institut für Kunstwissenschaft und historische Urbanistik, TU Berlin
Prof. Tim Rieniets, Architekt, Fakultät für Architektur und Landschaft, Leibniz Universität Hannover
Dr. Stefan Krämer, Stv. Geschäftsführer der Wüstenrotstiftung, Ludwigsburg

Moderation
Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur

Termin(e): 24.03.2020 
von 19:00 bis 21:00 Uhr
Ort

Schloss Herrenhausen

  • Herrenhäuser Straße 5
  • 30419 Hannover
Preise:
Eintritt frei

Einlass ab 18:15 Uhr

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Kapazitäten sind jedoch begrenzt.

Veranstalter: VolkswagenStiftung

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