Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Zuletzt aktualisiert:

Sonstiges

Tag der Architektur in Hannover

"Architektur bleibt" ist das Motto für den diesjährigen Tag der Architektur am 24. Juni, in Hannover kann man an 20 Objekten erleben, was dieses konkret bedeuten soll.

Personen vor einem Gebäude © Christian Burmester

Interessante Objekte stellt der Tag der Architektur vor.

102 Objekte öffnen an 24. Juni in ganz Niedersachsen und Bremen, allein 20 davon in Hannover. Architekten stehen gemeinsam mit ihren Bauherren zwischen 11 und 17 Uhr für Gespräche und Führungen durch Gebäude und Außenanlagen bereit. Interessierte Besucher können vor Ort Fragen zur Planung und Realisierung der Architektur stellen und mit den Architekten sprechen. So bietet sich die Möglichkeit, eine Bandbreite an aktueller Architektur zu erleben und dabei die vielfältigen Geschichten zu erfahren, die sich um jedes individuelle Bauwerk ranken. Es lassen sich interessante Einzelheiten zur Planung und zur Bauweise, zu den Materialien und zu vielen technischen Details erfahren. "Vor allem", so der neue Kammerpräsident Robert Marlow, "werden die Besucher vertraut mit stadträumlichen Fragen, mit Veränderungen, die den ländlichen Raum betreffen und mit neuen Nachbarschaften." Insbesondere das Thema Wohnen lässt sich in diesem Jahr in all seinen Facetten, sei es als Ein- oder Mehrfamilienhaus, als Single-Wohnung, als genossenschaftliches Modell, als Miet- oder Eigentumswohnung erleben.

Objekte in Hannover

Badenstedt:

  • Umgestaltung der Kirche Christkönig, Am Soltekampe 2
    Ziel der Umgestaltung war die Schaffung von barrierefreien Räumen für das Gemeindeleben mit Versammlungsräumen und Nebenflächen innerhalb des Kirchengebäudes. Gemeindesaal und Kleingruppenraum stehen heute abgerückt von der Orgelempore frei im Raum, die Nebenräume Küche, WC und Abstellraum finden sich in einem farbigen Kubus unterhalb der Empore wieder. Die Frontseite zum Altarraum ist vollflächig verglast, um Tageslichteinfall zu ermöglichen. Der Kirchraum bleibt in Gänze erlebbar, Orgel und Ornamentfenster prägen weiterhin diesen Ort.

Bemerode:

  • Wohnen in der Kohnestraße, Kohnestraße 30
    Das Bauvorhaben liegt am südöstlichen Stadtrand von Hannover. Hier gibt es ausgedehnte Grünanlagen und in der Nähe einen malerischen See. Gleichzeitig ist man mit der Stadtbahn in 15 Minuten im Herzen Hannovers. Die Architektur ist orientiert an den für Hannover typischen klassisch-modernen Backsteinbauten. Entstanden sind 14 großzügige und helle Zwei-, Drei-und Vierzimmer-Wohnungen mit geräumigen Balkonen und Loggien sowie großzügige Penthäuser mit großen Dachterrassen. Eine Tiefgarage liegt unter dem Gebäude.
  • Wohnen am Gutspark, Brabeckstraße 175
    In Anlehnung an die im Kontext vorzufindenden dörflichen Strukturen in Hannover-Bemerode wurde der Baukörper als Urtypus eines Satteldachhauses geplant und um einen vorgestellten Baukörper ergänzt. Gestalterische und typologische Herausforderung war der Wunsch der Bauherren, Geschosswohnungsbau wie auch Reihenhäuser im Baukörper zu integrieren und dabei gleichwohl eine homogene Gesamtgestaltung umzusetzen. Die Wiederholung präzise gesetzter Öffnungen, Loggien und Dachgauben strukturiert den Langbau und bindet die unterschiedlichen Typologien zusammen.

Bothfeld:

  • Genossenschaftliches Wohnen, Posener Straße 4-12
    Die Gesellschaft verändert sich und damit auch die Vorstellungen von der Zukunft des Wohnens. Immer mehr Menschen wünschen sich ein Haus, in dem jeder Privatheit leben kann und gleichzeitig Gemeinschaft, um sich mit Nachbarn zu treffen. In zwei Bauabschnitten entstanden insgesamt 40 Wohneinheiten (barrierearm, teils barrierefrei) im KfW70-Standard, darunter auch Wohnungen für das Wohnprojekt "Casa Nova".

Bult:

  • Sophienklinik Hannover, Bischofsholer Damm 160
    Für die Sophienklinik wurde am neuen Gesundheitsstandort Hannover-Bult ein hochmoderner, effizienter und kompakter Krankenhausneubau errichtet. Die getrennten Standorte der Klinik in Vahrenwald und der Südstadt werden hier zusammengeführt. Der dreigeschossige Neubau mit Innenhof verfügt im Erdgeschoss über ein modernes Diagnostik-Zentrum sowie ein OP-Zentrum mit vier Operationssälen nach neuestem Work-Flow-Konzept. Die Belegärzte der Klinik können in den beiden Obergeschossen ihre Patienten stationär in zwei großzügigen Pflegestationen mit insgesamt 125 Betten betreuen lassen.

Limmer:

  • Gymnasium Limmer, Wunstorfer Straße 14
    Für das fünfzügige Gymnasium wurde ein 60er-Jahre-Gebäude der ehemaligen Gewerbeschule/Uni Hannover saniert und modernisiert. Der Bestandsbau ist für die neue Nutzung komplett entkernt und bis auf das vorhandene Betonskelett, die Treppenhäuser und den reinen Rohbau zurückgebaut worden. Innenausbau, Fassaden und Dächer sind vollständig neu errichtet. Das Gebäude wurde im Neubaustandard übergeben. Die Drei-Feld-Sporthalle in Passivhausbauweise komplettiert den Schulbau. Im Sinne der Barrierefreiheit wurde bei der Planung die DIN 18040-1 berücksichtigt.
  • Wohnanlage St. Nikolai-Quartier, Stockhardtweg | Sackmannstraße
    In der historischen Mitte von Limmer ist auf der "alten Pferdewiese" das neue Quartier St. Nikolai entstanden. Es thematisiert die reizvolle Lage von Häusern für die Gemeinschaft – mitten im Dorfkern, mitten im Garten mit altem Solitärbaumbestand und nahe dem "Lehmberg" mit dem Wahrzeichen der St. Nikolai Kirche, dem Gemeindehaus und dem Familienzentrum. Die gewählte Konstruktion, Konfiguration und Gestaltung des Ensembles sind deutlich optimiert in der Handhabung, Orientierung und Erinnerbarkeit: es gelten umfassend die Prinzipien des "Universal Design".

Linden-Nord:

  • Duke Burger, Fössestraße 4
    Leitgedanke für die Planung war die Neuinterpretation typischer Charakteristika einer Metzgerei, um den Wert eines handwerklich gefertigten Produktes zu unterstreichen. So wurde eine unkonventionelle Atmosphäre geschaffen, welche sich nahtlos in das lebendige Stadtbild rund um den Küchengarten einfügt. Prägend für den Entwurf sind die raumhoch gefliesten Wände. Der Kontrast zwischen matten und glänzenden Oberflächen sowie hellen und dunklen Materialien erzeugt eine spannende Atmosphäre und strukturiert gleichzeitig den Raum.

Linden-Süd:

  • Wohnen auf dem Hanomag-Gelände, Bredenbecker Straße 7
    Das Hanomag-Gelände verkörpert wie kein anderes Areal großräumig die sympathische Synergie aus Wohnen und Arbeiten. Jetzt wurde das ehemalige Verwaltungsgebäude in Eigentumswohnungen umgewandelt. Exemplarisch wird die Wohnung 19 vorgestellt. Der zentrale Raumkern erzeugt auf natürliche Weise einen intimen Wohn- und Ruhebereich, ohne dabei den Raumfluss und die Großzügigkeit der Loftwohnung einzuengen. Die lichtdurchfluteten Räume lassen eine Wohlfühl-Atmosphäre entstehen. Ein außerordentliches Raumgefühl entsteht dank der Raumhöhe im Wohnbereich.

Mitte:

  • Drogenhilfe "Stellwerk", Augustenstraße 10 
    Die Drogenhilfe Hannover entstand durch die Zusammenführung des "Café Connection" und des "Fixpunktes". Im neuen sogenannten "Stellwerk" – der Name entwickelte sich aus der Nähe zum Bahnhof und in der Hoffnung, bei dem einen oder anderen noch die Weichen stellen zu können – können legal und unter ärztlicher Betreuung harte Drogen appliziert werden. Die Abhängigen können in der Einrichtung duschen, Wäsche waschen und eine warme Mahlzeit zu sich nehmen. Es gibt Beratungen mit Blick auf eine Lösung ihres Drogenproblems oder ganz allgemein in lebenspraktischen Belangen, ferner auch ärztliche Beratung und Behandlung.
  • Kaisersaal HBF, Bahnhofsplatz 1
    Der historische Empfangssaal im Ostflügel des Hauptbahnhofs – auch Kaisersaal genannt – wurde über die Jahre vielfältigen Umbauten unterzogen und stand zuletzt lange leer. Um eine zeitgemäße Nutzung zu ermöglichen, aber auch dem Gebäude im Inneren wieder eine würdige Form zu geben, wurden im Rahmen dieses Projektes alle bisherigen Einbauten und auch die Decke über dem Hochparterre/der Mezzanin-Ebene entfernt. Dabei wurden Teile der historischen und denkmalgeschützten Hülle behutsam freigelegt, geschützt und wieder aufbereitet.

Mühlenberg:

  • Spielland Polygonien, Schollweg/Ecke Leuschnerstraße
    Als Starterprojekt des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" nimmt die Erneuerung des zentralen Quartiersplatz es am Schollweg in Mühlenberg eine impulsgebende Rolle ein. Durch die Umgestaltung wird der Spielplatz wieder seiner wichtigen Funktion als wohnungsnah er Spiel- und Sportbereich und als Nachbarschaftstreffpunkt gerecht. Dabei wurde auf eine barrierefreie Gestaltung Wert gelegt, um gemeinsames Spielen unabhängig von Mobilitäts- oder Wahrnehmungseinschränkungen zu ermöglichen. Der Spielplatz und seine Spielelemente setzen sich aus einem Mosaik von klaren Einzelteilen zusammen, die in ihrer Kombination ein vielseitig nutzbares und identitätsstiftendes Gesamtbild, das Spielland "Polygonien", ergeben.

Nordstadt:

  • Institutsgebäudes der Physikalischen Chemie und Elektrochemie, Callinstraße 3a
    Der Umbau und die Modernisierung des Institutsgebäudes der Physikalischen Chemie und Elektrochemie (Baujahr 1930) bilden mit der Herrichtung der Außenanlagen des Chemiecampus den Abschluss der mehr als 10-jährigen Sanierung des Chemiestandortes der Leibniz Universität Hannover in der Nordstadt. Labore, Seminar- und Verwaltungsräume, Hörsaal und Werkstätten wurden neu hergerichtet und mit modernster Technik ausgestattet sowie eine Brandschutzsanierung des Gebäudes durchgeführt. Die Neugestaltung der Hof- und Platzflächen des Chemiecampus führt zu einer Steigerung der Aufenthaltsqualität für die Nutzer und fügt die bauzeitlich unterschiedlichen Gebäude zu einer Einheit zusammen.
  • Studentenwohnhaus Klaus Bahlsen, Wilhelm-Busch-Straße 8/10
    Das Konzept der Gebäudegliederung beruht auf einer Dreiteilung der neuen und bestehenden Gebäudemassen. Der Neubau setzt die bestehende gründerzeitliche Straßenrandbebauung fort. Das quer stehende Bestandsgebäude bildet den Abschluss dieser Gebäudereihung und leitet zur folgenden, lockeren Einzelbebauung über. Der dreigeschossige Anbau auf der Ostseite vermittelt zwischen der Bestandsbebauung und dem Grünraum der rückwärtigen Hoffläche.

Sahlkamp:

  • Grundschule Tegelweg, Tegelweg 2
    Für den Ganztagsschulbetrieb war die Erweiterung der Grundschule Tegelweg mit Mensa und zusätzlichen Räumen erforderlich. Wesentliche Anforderung an den Entwurf stellte die innenräumliche, barrierefreie Anbindung an den Bestand dar, damit das Prinzip der kurzen Wege des kompakten Bestandsgebäudes fortgeführt werden konnte. Die Kubatur wird somit geformt durch ihre Höhenversprünge und knüpft an die Formensprache des Bestands an. Der Neubau wurde als Massivbau mit Passivhauskomponenten errichtet.

Seelhorst:

  • Seelhorster Wohnhöfe, Inge-Meier-Hof
    Die kleinteilige Siedlung mit zwei Wohnhöfen schafft attraktive Adressen und führt junge Familien zu einer Nachbarschaft zusammen. Die Wohnhäuser in monolithischer Bauweise interpretieren mit ihren asymmetrischen Satteldächern tradierte Hausformen und bieten eine Hülle für individuelle Lebensstile. Attraktiv gestaltete Freiräume lassen vielfältige Räume entstehen, die das Miteinander und gemeinschaftliche Wohnen fördern. Es entstehen Orte mit hoher Aufenthaltsqualität und eigener Identität.

Südstadt:

  • Garten für eine Kleinkindkrippe, Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 70 c
    Der Garten bietet den Krippenkindern viele verschiedene Anreize und Spielmöglichkeiten auf kleinem Raum (ca. 130 m²): Die breite Holzeinfassung des Sandkastens ist Spielfläche und Sitzbank zugleich. Im Sandstein-Plattenbelag ist ein kleiner Wasserlauf eingelassen, der im Sandkasten mündet. Eine Holzwand schirmt den Sandspielbereich vom dahinter liegenden Fahrradstellplatz ab und erzeugt eine hofartige Situation vor dem Krippenraum. Daran schließt eine wellige Rasenfläche an, die zur Bewegung animiert. Eine geschwungene Hecke trennt den Krippenbereich vom Kindergarten.
  • Margot-Engelke-Zentrum Freianlagen, Geibelstraße 90
    Die fünf Sinne des Menschen: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten werden durch verschiedene Elemente im Garten des Senioren- und Pflegeheims geweckt. An einem Röhrendendrophon können die BewohnerInnen ihr musikalisches Talent testen. Das Klangelement kann von mehreren Personen gleichzeitig gespielt werden, es funktioniert wie ein übergroßes Xylophon. Im Bereich der Terrasse ist ein Wasserspiel aus Cortenstahl aufgestellt. Das Wasserplätschern des Quellbrunnens beruhigt. Kräuter im Hochbeet verströmen verschiedene Düfte und lassen sich in den Speiseplan der Küche integrieren.
  • Restaurant Handwerk, Altenbekener Damm 17
    Das Konzept des neuen Restaurants ist einfach: bodenständige Produkte und exotische Geschmackswelten. Auf rund 120 Quadratmetern darf genüsslich gespeist und die Atmosphäre genossen werden. Das Besondere findet sich nicht nur auf dem Teller, sondern auch in der offenen Gestaltung des Restaurants. Die Küche öffnet sich in den Gastraum und lässt Gäste an der Zubereitung des Essens teilhaben. Entstanden aus der Idee der Transparenz der Zutaten, überträgt sich das Konzept auch auf die Raumgestaltung.
  • Wohn- und Geschäftsgebäude, Stephansplatz 12
    Die gründerzeitliche Blockrandbebauung des Stephansplatzes steht heute unter Ensembleschutz. Wir haben eine der letzten Baulücken am Platz mit einem Wohn- und Geschäftshaus geschlossen. Bei Höhenentwicklung, Baukörpergliederung, Material und Fassadengestaltung orientiert sich das Gebäude an der umliegenden Bebauung. Zum Platz werden Erkerfenster mit niedrigen Brüstungen als Membran zwischen öffentlichem Platz und privater Wohnung eingesetzt. Das Passivhaus wurde mit vorgefertigten Holztafelelementen vor einer Massivkonstruktion errichtet.

Broschüre und App

Eine Broschüre, in der alle Informationen um den Tag der Architektur festgehalten sind, ist kostenlos erhältlich bei der Architektenkammer Niedersachsen, Friedrichswall 5, 30159 Hannover, Tel. 0511 28096-0, info@aknds.de, das komplette Programm im Internet unter www.aknds.de – oder die App laden im App- oder im Google-Playstore.

Termin(e): 24.06.2018 
von 10:00 bis 16:00 Uhr
Ort

Architektenkammer Niedersachsen

  • Friedrichswall 5
  • 30159 Hannover