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Arno Geiger: Unter der Drachenwand

Der österreichische Autor stellt am 21. März im Literaturhaus Hannover seinen neuen Roman vor.

Mann © Heribert Corn

Arno Geiger

Der neue Roman von Arno Geiger, der für "Es geht uns gut" den ersten Deutschen Buchpreis erhielt, erzählt vom Leben und Lieben im Schatten der großen Geschichte: Veit Kolbe verbringt ein paar Monate am Mondsee, unter der Drachenwand, und trifft hier zwei junge Frauen. Veit ist Soldat auf Urlaub, in Russland verwundet. Es ist 1944, und was Margot und Margarete mit ihm teilen, ist die Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Der Weltkrieg ist verloren, doch wie lang dauert er noch? Arno Geiger erzählt von Veits Alpträumen und der verstörenden Normalität im Dorf, vom "Brasilianer", der von Rio de Janeiro träumt und sich um Kopf und Kragen redet, von der Zimmerwirtin und ihren Durchhalteparolen, von Margarete, in die Veit sich verliebt und die von ihm nichts wissen will, von Oskar Meyers Kampf ums Überleben und von Margot, der "Darmstädterin", die mit ihrem Baby im Nebenzimmer wohnt. Doch als Veits Verletzungen verheilt sind, kommt der neue Einberufungsbefehl. Unter der Drachenwand ist ein herausragender Roman über den einzelnen Menschen angesichts der Macht der Geschichte, über die Toten, die Überlebenden und die Liebe in finsterer Zeit.

Der Autor

Arno Geiger, geb. 1968 in Bregenz, studierte Deutsche Philologie, Alte Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien und Innsbruck. Er lebt heute als freier Autor in Wolfurt und Wien. Zuletzt erschienen von ihm "Alles über Sally" (2009), "Der alte König in seinem Exil" (2011) und "Selbstporträt mit Flusspferd" (2015). Für seine literarische Arbeit  erhielt Geiger u.a. den Deutschen Buchpreis 2005, den Hebel-Preis 2008, den Hölderlin-Preis 2011, den Literaturpreis der Adenauer-Stiftung 2011 und den Alemannischen Literaturpreis 2017.

Die Moderatorin

Martina Sulner, geb. 1961, hat als Journalistin u.a. für Spiegel Spezial und FR gearbeitet und ist seit 2000 Redakteurin bei der HAZ.

Termin(e): 21.03.2018 
von 19:30 bis 21:00 Uhr
Ort

Literaturhaus Hannover

  • Sophienstraße 2
  • 30159 Hannover
Preise:
Eintritt 10,00 €
Ermäßigt 6,00 €