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Wissenschaft & Wirtschaft

Der Meeresspiegel steigt

Wissenschaftler geben eine Einführung in die neuesten Forschungsergebnisse zum Thema Meeresspiegelanstieg und in die Technologien, die es ermöglichen, Massen- und Höhenveränderungen auf der Erde mit großer Präzision zu messen am 26. Juni im Lichthof der Leibniz Universität.

Hochwassersituation mit im Wasser stehenden Hinweisschild mit der Aufschrift "Bei Gegenverkehr hier warten" © halligbilder.de

Land unter an der Nordseeküste.

Im Rahmen der Vortragsreihe "The Changing Earth" referieren Prof. Dr.-Ing. Jürgen Kusche und PD Dr. Christian Lisdat am 26. Juni im Lichthof der Leibniz Universität über den Anstieg des Meeresspiegels und die neuesten Forschungen zur Messung dieses Phänomens. 

The Changing Earth

Bei der Vortragsreihe "The Changing Earth" handelt es sich um eine Initiative des Sonderforschungsbereiches (SFB) geo-Q an der Leibniz Universität Hannover. Der SFB erforscht unter anderem neue Messmethoden für die Erdbeobachtung.

Anmeldung

Aus organisatorischen Gründen bittet der Veranstalter um eine Anmeldung über das Online-Formular auf www.geoq.uni-hannover.de/changingearth oder per E-Mail an office@geoq.uni-hannover.de.

Programm

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Kusche
Meeresspiegelanstieg - Land unter in 50 Jahren?
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Kusche leitet die Arbeitsgruppe für Astronomische, Physikalische und Mathematische Geodäsie an der Universität Bonn. Er beschäftigt sich mit dem Verständnis des Meeresspiegelanstiegs und ist maßgeblich an verschiedenen koordinierten Forschungsprogrammen zu Veränderungen im Erdsystem beteiligt.

"Durch den Klimawandel könnte der Anstieg des mittleren Meeresspiegels bis 2100 deutlich stärker ausfallen als bislang angenommen, wie zahlreiche neuere Studien gezeigt haben. Satellitenmessungen weisen darüber hinaus nach, dass an vielen Küsten die Meeresspiegel überproportional ansteigen, mit potentiell dramatischen Folgen. Allerdings zeigt ein genauer Blick, dass die Ursachen hierfür vielfältig sein können, und dass die Handlungsalternativen vom Einzelfall abhängen."

PD Dr. Christian Lisdat
Extreme Genauigkeit - mit Uhren die Höhe messen
Privatdozent Dr. Christian Lisdat ist Leiter der Arbeitsgruppe „Optische Gitteruhren“ an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Dr. Lisdat und sein Team haben dort unter anderem eine transportable optische Atomuhr entwickelt, mit der man Höhenunterschiede über große Distanzen präzise messen kann.

"Einsteins Relativitätstheorie hat uns gezeigt, dass der Verlauf der Zeit vom Abstand des Beobachters von einer großen Masse wie der Erde abhängt. Diese Veränderung ist zwar beinahe unvorstellbar klein, aber noch groß genug, um mit unseren besten Atomuhren messbar zu sein. Uns eröffnet sich so eine neue Möglichkeit, Höhen auf der Erde präzise zu definieren und ein besseres Verständnis der Gravitation zu erhalten." 

Ablauf

19:00 Uhr              Einlass

19:30 Uhr              Grußwort des Sprechers des Sonderforschungsbereiches
                                geo-Q, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Müller

19:40 Uhr              Prof. Dr.-Ing. Jürgen Kusche, Institut für
                                Geodäsie und Geoinformation, Universität Bonn:
                                Meeresspiegelanstieg: Land unter in 50 Jahren 

20:10 Uhr              PD Dr. Christian Lisdat, Physikalisch-Technische
                                Bundesanstalt Braunschweig:
                                Extreme Genauigkeit – mit Uhren die Höhe messen
20:40 Uhr              Diskussion

21:10 Uhr              Stehempfang

Termin(e): 26.06.2018 ab 19:30 Uhr
Ort

Leibniz Universität Hannover

  • Welfengarten 1
  • 30167 Hannover
Preise:
Eintritt frei