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Programm Gedenkstätte Ahlem

Europa gegen die Juden 1880-1945

Erstmals wird der moderne Antisemitismus als grenzüberschreitendes Phänomen dargestellt: Vortrag von Dr. Götz Aly am 28. Juni im Haus der Region Hannover.

Ein Mann mit Brille vor einem gefüllten Bücherregal. © Andreas Labes

Dr. Götz Aly

Der Holocaust ist nicht allein aus der deutschen Geschichte heraus erklärbar. Sowohl in West- als auch in Osteuropa hatte die Judenfeindschaft seit 1880 sprunghaft zugenommen, angetrieben von Nationalismus und sozialen Krisen. Am Donnerstag, 28. Juni 2018, 19 Uhr, ist der Historiker Götz Aly auf Einladung der Gedenkstätte Ahlem zu Gast im Haus der Region und zeigt in seinem Vortrag wie Rivalität, Diskriminierung und Pogrome vielerorts dazu beigetragen haben, den Boden für Deportationen und Morde zu bereiten. Ohne die deutsche Schuld zu mindern, wird erstmals so der moderne Antisemitismus als grenzüberschreitendes Phänomen dargestellt. Ein wichtiges Kapitel europäischer Geschichte, das ein neues, umfassendes Verständnis des Holocaust ermöglicht.

Dr. Götz Aly

Der in Berlin lebende Historiker, Journalist und  Autor arbeitete für die taz, die Berliner Zeitung und als Gastprofessor. Zuletzt erschien sein gleichnamiges Buch zum Vortrag "Europa gegen die Juden. 1880 – 1945" beim S. Fischer Verlag. Viele von Alys Büchern, wie zum Beispiel "Warum die Deutschen? Warum die Juden? Gleichheit, Neid und Rassenhass 1800-1933", "Die Belasteten. ‚Euthanasie‘ 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte" und "Volk ohne Mitte. Die Deutschen zwischen Freiheitsangst und Kollektivismus", wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Für seine Arbeit erhielt er 2002 den Heinrich-Mann-Preis, 2003 den Marion-Samuel-Preis und 2012 den Ludwig-Börne-Preis.

Weitere Veranstaltungen

Termin(e): 28.06.2018 ab 19:00 Uhr
Ort

Region Hannover

  • Hildesheimer Straße 20
  • 30169 Hannover

Raum 602

Veranstalter: Region Hannover, Gedenkstätte Ahlem