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Eva Berendsen und Lillemor Kuht: Extrem unbrauchbar

Warum wir das Hufeisen endlich an den Nagel hängen sollten, soll am 27. April im Literarischen Salon geklärt werden.

Frau © F. Schmitt

Eva Berendsen

Wie gefährlich die Gleichsetzung von links und rechts sein kann, zeigte spätestens die Wahl Thomas Kemmerichs im Thüringer Landtag. Die Extremismustheorie, auch Hufeisentheorie genannt, lieferte ihm das "Argument" für seine Kandidatur: Ich bin die Mitte! Das hinderte ihn nicht daran, sich im Anschluss mit Hilfe der AfD-Fraktion zum Ministerpräsidenten wählen zu lassen – einer Fraktion, die einen Faschisten als Vorsitzenden hat.

Die Empörung war zu Recht groß, und mit ihr kam erneut die Kritik am Hufeisen. Die Konstruktion einer gesellschaftlichen Mitte mit ihren extremen Rändern ist gefährlich und verharmlost nicht zuletzt rechten Terror (Stichwort NSU). Diese Kritik ist nicht neu, trotzdem bedienen sich Organe wie der Verfassungsschutz nach wie vor einer Theorie, die mehr schadet als hilft. Die Politikwissenschaftlerinnen Eva Berendsen und Lillemor Kuht haben sie sich deshalb in dem Essayband "Extrem unbrauchbar" vorgeknüpft und gemeinsam mit einer Vielzahl anderer Autoren auseinandergenommen. Über die Hintergründe und das Ergebnis sprechen sie gemeinsam mit dem Publizisten und Rechtsextremismus-Experten Andreas Speit.

Termin(e): 27.04.2020 ab 20:00 Uhr
Ort

Literarischer Salon

  • Königsworther Platz 1
  • 30167 Hannover
Preise:
10,00 Euro ggf. zzgl. Gebühr ermäßigt 6,00 Euro ggf. zzgl. Gebühr
Vorverkauf:

Abendkasse und Einlass: 19:30 Uhr