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Ausstellungen

Gasgeschichte(n)

Warum Hannover als eine Vorreiterin der Gasversorgung in Deutschland erzählt, ist am 29. Januar im Museum für Energiegeschichte(n) bei einer Themenführung zu erfahren.

Während der Führung werden spannende Fragen rund um die Erzeugung, Verteilung und Nutzung der Energieart Gas geklärt: Wie wird das Gas gewonnen, wie gelangt es in die Häuser, wie wird der Verbrauch gemessen – und wer war eigentlich Graf Koks?

Kurze Geschichte der Gasversorgung in Deutschland

Die Geschichte der Gasversorgung beginnt Anfang des 19. Jahrhunderts, als der Engländer William Murdoch (1754–1839) aus Steinkohle Gas erzeugt und dieses für Beleuchtungszwecke einsetzt. Das neue Licht der Gasflammen war heller als das der bisherigen Öllampen. Die erste Gasanstalt Europas wurde 1825 am Ihmeufer in der Glocksee errichtet. Bereits 1826 stellte Hannover als erste Stadt Deutschlands mit eigener Gasanstalt die Straßenbeleuchtung auf Gaslaternen um. In jener Zeit wurde jede Gaslaterne noch von Hand angezündet und auch wieder gelöscht. Hören Sie die Geschichten von den Laternenwärtern und erfahren Sie, warum die Straßenbeleuchtung damals noch als verwerflich angesehen wurde.

Einen neuen Schub erhielt die Energieart Gas im Jahr 1891, als Carl Auer von Welsbach (1858–1929) seinen 1885 erfundenen Gasglühstrumpf optimierte, somit die Lichtausbeute verfünffachte und den Gasverbrauch deutlich senkte. Bald wurden neben der Beleuchtung neue Anwendungsmöglichkeiten geschaffen. Staunen Sie bei dem Ausstellungsrundgang über eine Gasespressomaschine, einen Gaskühlschrank und Gasbügeleisen und viele weitere Gasexponate.

Ab 1930 wurde Hannover mit Ferngas aus dem Ruhrgebiet beliefert. Die eigene Gasproduktion wurde eingestellt, nur die Gasometer wurden für die Speicherung des gelieferten Gases in Betrieb gehalten. Ebenfalls im Jahr 1930 fiel die Entscheidung, das Umland von Hannover, Braunschweig und Hildesheim über eine Gasversorgungsgesellschaft erschließen zu lassen: Die „Landesgasversorgung Süd-Niedersachen AG“ wurde gegründet. Die städtischen Werke Hannover beschränkten sich mit Ihrer Versorgung auf die Stadt Hannover und einige Vororte. In der 1970er Jahren erfolgte vielerorts die Umstellung auf Erdgas, die Zeit des Stadtgases endete und flächendeckende Erdgas-Verbundnetze entstanden.

Abschließend gibt es einen Ausblick in die Zukunft mit Informationen zur Umstellung von L-Erdgas auf H-Erdgas und zu Bio-Erdgas im Erdgasnetz. Und die Besucher erfahren, was es mit "power to gas" auf sich hat und wie dabei aus Wind- und Sonnenenergie Gas wird.

Termin(e): 29.01.2020 ab 17:00 Uhr
Ort

Museum für Energiegeschichte(n)

  • Humboldtstraße 32
  • 30169 Hannover
Preise:
Eintritt frei

Um Anmeldung wird gebeten: Tel. 0511 89 74 74 90-0