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Jesuiten in Norddeutschland

Vortrag von Prof. Dr. Hans Georg Aschoff am 4. September um 18 Uhr im Historischen Museum.

Der 1540 von Ignatius von Loyola gegründete Jesuitenorden war eine wichtige Kraft im Rahmen der Katholischen Reform und der Gegenreformation; er legte den Schwerpunkt seines Wirkens auf die Seelsorge und das Bildungswesen und trug wesentlich zur Existenzsicherung der Katholischen Kirche nach der Reformation bei.

Als sich im 17. Jahrhundert in den protestantischen Gebieten Norddeutschlands wieder kleine katholische Gemeinden bildeten, die als Missionsstationen bezeichnet wurden, übernahmen die Jesuiten unter anderem in Bremen, Hamburg, Altona, Glückstadt, Lübeck, Celle und Schwerin die Seelsorge.

Ein Zentrum jesuitischer Tätigkeit war Hildesheim, wo der Orden das Gymnasium Marianum-Josephinum gründete, das weit über die Stadt hinaus ausstrahlte und wegen seines guten Rufes auch von evangelischen Schülern besucht wurde.

In Hannover wirkten die Patres zwischen 1680 und 1711. Als der Orden 1773 von Papst Clemens XIV. aufgehoben wurde, wurden die Jesuiten in den Missionsstationen, von denen aus sie auch die katholischen Soldaten in den Heeren protestantischer Fürsten betreut hatten, durch Weltgeistliche ersetzt.

Termin(e): 04.09.2018 
von 18:00 bis 19:00 Uhr
Ort

Historisches Museum

  • Pferdestraße 6
  • 30159 Hannover
Preise:
Eintritt frei