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Juri Andruchowytsch: Die Lieblinge der Justiz

Ukrainische Verbrechergeschichten als Geopoetik für Europa: das verspricht der Literarische Salon für den 20. April.

Mann © Susanne Schleyer / Suhrkamp

Juri Andruchowytsch

In der Ukraine ist es nicht anders als sonst wo in Europa. Man verliert den Überblick, wo Grenzen immer wieder neu gezogen wurden, jahrhundertelang. Wenn Völker und Mächte ihre Ansprüche formulieren, dann finden sich Machthaber oder veritable Völkerschlächter, die sie exekutieren. Solch realer Geopolitik stellt Juri Andruchowytsch die "Geopoetik" entgegen, so nennt er, als Autor unterwegs in ganz Europa, sein grenzüberschreitendes literarisches Programm. Nachzulesen war  das schon in so grandiosen Romanen wie "Moscoviada" und "Zwölf Ringe"; für Letzteren bekam er den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung.

Und sein neues Buch "Die Lieblinge der Justiz" ? Darin betrachtet Andruchowytsch sein von Litauern, Habsburgern oder Russen beherrschtes Land aus neuer Perspektive. Er nähert sich den vielen Ungerechtigkeiten, Abgründen und Gewaltexzessen der Historie, indem er Verbrechen und Verbrecher aufstöbert, echte und vermeintliche. Dabei findet er durch die Jahrhunderte massenmordende Nazis und reuevolle Terroristen. Falsche Priester, Profi-Killer, orgiastische Anarchisten. Den Überblick dabei behält Christoph Schröder, Literaturkritiker für SZ, DLF und ZEIT.

Termin(e): 20.04.2020 ab 20:00 Uhr
Ort

Literarischer Salon

  • Königsworther Platz 1
  • 30167 Hannover
Preise:
10,00 Euro ggf. zzgl. Gebühr ermäßigt 6,00 Euro ggf. zzgl. Gebühr
Vorverkauf:

Abendkasse und Einlass: 19:30 Uhr