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Lesungen & Vorträge

Leibniz und die Niederlande

Prof. Dr. Jan van Maanen referiert in der Reihe "Leibniz-Vorträge" am 1. März in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek.

Porträt Gottfried Wilhelm Leibniz, *1646 Leipzig; † 1716 Hann. 
Universalgelehrter
Kopie nach Andreas Scheits, 1711. Brustbild. Oberkörper seitlich von rechts gesehen, das Gesicht voll dem Beschauer zugewandt. Leibniz ist dargestellt in einem braun-violetten Hausrock mit hellbraunem Kragen mit einem Jabot, das in vier strenge Falten gelegt ist, und schwarzer Perücke. Das Gesicht ist in gelblich-grauem Tone gemalt, rote Backen und Lippen. Die Gesichtsfalten sind scharf gezeichnet. Die Nase ist vorn stark verdickt. Der linke Nasenflügel ist besonders hervorgehoben.Öl aufLeinwand 
© LHH, Historisches Museum Hannover

Porträt Gottfried Wilhelm Leibniz, *1646 Leipzig; † 1716 Hannover

Zum Vortrag

Leibniz hatte gute Kontakte zu Mathematikern in den Niederlanden. Aus der Zeit seines Aufenthalts in Paris kannte er Christiaan Huygens persönlich und von 1673 bis 1694 gab es einen sehr inhaltsreichen Briefwechsel zwischen den zwei Großmeistern. Auch mit dem Schweizer Johann Bernoulli, der von 1695 bis 1705 an der Groninger Universität lehrte, wechselte Leibniz laufend wichtige Briefe. Neben diesen beiden treffen wir auch weniger bekannte Mathematiker, wie Joachim Nieustadt und Johan Jacob Ferguson. Mit Nieustadt versuchte Leibniz in Briefkontakt zu kommen, mit Ferguson war er persönlich bekannt und wechselte von 1680 bis 1684 mehrere Briefe.

Zahlreiche Fragen drängen sich auf: Haben die Korrespondenzen gemeinsame Themen? Und die Korrespondenten, wie ähnlich oder verschieden sind sie? Was haben die Briefe für Leibniz bedeutet? Geben sie vielleicht auch Auskünfte über die Niederlande?

Über den Referenten

Prof. Dr. Jan van Maanen, geb. 1953, studierte Mathematik an der Universität Utrecht und promovierte dort über die Mathematik in den Niederlanden im 17. Jahrhundert, insbesondere über die Rezeption des Werkes »La Géométrie« von Descartes. Er war Gymnasiallehrer und ab 1991 Dozent an den Universitäten von Groningen und Utrecht. In Utrecht war er von 2006 bis 2012 Professor der Mathematikdidaktik und Leiter des Freudenthal Instituts. Seit seiner Emeritierung widmet er sich wieder verstärkt der Mathematikgeschichte.

Termin(e): 01.03.2018 
von 17:00 bis 18:30 Uhr
Ort

Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

  • Waterloostraße 8
  • 30169 Hannover