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Literarisches Speeddating No. 3

Literarisches Speeddating mit Hannovers Autor*innen - Junge Literaturschaffende in der Stadt, die beim Poetry Slam-Finale in Zürich bis zum Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt beeindrucken, die hinter den Kulissen für Theater und Film texten oder einfach mal das laut ZEIT "irrste deutsche Buch des Jahres" schreiben, sind mit von der Partie, wenn das Kulturbüro am Mittwoch, dem 13. November, in die charmante Szenerie der "Heldraumstation" einlädt und seine neue Lesereihe fortsetzt.

Dann können die Besucher*innen an fünf Lesestationen bei Kurzlesungen im kleinen Kreis und im Gespräch die junge Literat*innenszene der Stadt kennen lernen. Dazu gehören

  • Tabea Farnbacher (Spoken Word, Kurzgeschichte),
  • Leander Fischer (Roman),
  • Juan S. Guse (Roman),
  • Sophie Therese Jung (Drehbuch),
  • Benedikt Kiehn & Ann-Kathrin Paul (Theatertext).
Sophie Jung © Sophie Jung (privat)

Sophie Jung 

Über die jungen Autor*innen:

In ihrer kritischen, klugen und konzentrierten Slam Poesie macht Tabea Farnbacher ihre Gedanken über brennende Amazonaswälder, diskriminierende Blicke und Frauen, die auf Fußballpfeifen trillern, durch Reime, Sounds und Gesten lebendig – und ist nebenbei Bundespreisträgerin junger Autor*innen und Finalistin der deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften 2018.

Beim diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt wurde Leander Fischers Romanauszug aus "Die Forelle" vielstimmig bejubelt und mit dem Deutschlandfunk-Preis 2019 ausgezeichnet – seinen neuen Text "Smashed into pieces in the still of the night" kennt außer ihm (und bald uns) hingegen noch niemand.

Was haben Kreuzfahrtschiffe, die im Sand vor Miami rosten, radikale Widerstandsgruppen und ein E-Sport-Team aus Wuppertal gemeinsam? Sie gehören zur aufregend-labyrinthischen Story vom surreal-genialen, „irrsten deutschen Buch des Jahres“ (Die Zeit): Juan S. Guses aktuellem Roman „Miami Punk“.

Kulturvermittlerin und Filmemacherin Sophie Therese Jung wiederum verfasst Kurzfilm-Drehbücher, worin sich Freundinnen über den Kauf eines teuren Kunstwerks zerstreiten oder sich Angehörige zur Beerdigung einer jungen Frau zusammenfinden.

Reinigungskräfte sind unordentlich, Zahnärztinnen essen spät abends Süßigkeiten, Psychoanalytiker analysieren ihre leiblichen Kinder – und Benedikt Kiehn und Ann-Kathrin Paul geben in ihrem Theatertext „Die Töchter von“ den Töchtern berühmter Väter, nämlich denen von Freud und Lacan, eine eigene Bühne

Die Autor*innen über sich selbst

Tabea Farnbacher

"In meinen Texten versorge ich die Wunden aus Sinnkrisen mit radikaler Sanftheit und politischer Poesie."

Leander Fischer

"Mein Schreiben beschreiben, hieße weitschweifig in einem Satz zu unternehmen, das Schloss zu vermessen, es Zinne für Ziegel auf- und abzubauen, aber auch Umgebung aufzuforsten rundherum, umgehend abzugrasen Schritt für Landstrich –"

Juan S. Guse

"Juan war stets bemüht, kein Sachbuch zu schreiben."

Sophie Therese Jung

"Beim Schreiben versuche ich, die melancholische Schönheit der kleinen Momente wertzuschätzen."

Benedikt Kiehn & Ann-Kathrin Paul

"Wenn wir uns zu intensiv mit Themengebieten wie der Psychoanalyse beschäftigen, müssen wir unsere Erkenntnisse fiktionalisieren – bevor sie uns korrumpieren."

Termin(e): 13.11.2019 
von 19:30 bis 21:15 Uhr
Ort

Heldraumstation

  • Gerberstraße 3A
  • 30169 Hannover
Preise:
Eintritt 09,00 €
Ermäßigt 05,00 €

Karten im Vorverkauf gibt es an der Kasse im Künstlerhaus, Sophienstr. 2, Mo bis Fr: 12-18 Uhr, Tel. 168-41222

Ein Raum bietet Sitzgelegenheiten aber auch eine Sprossenwand, Gymnastikbälle, eine Tischtennisplatte und weitere Möglichkeiten. © Region Hannover