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Lesungen & Vorträge

Lukas Bärfuss: Malinois

Der Gewinner des Georg-Büchner-Preises 2019 liest am 6. Februar im Literaturhaus aus seinem ersten Erzählband.

In "Malinois" zeichnet Lukas Bärfuss eine irritierende Kartographie der Passionen. Der Band versammelt Erzählungen aus über 20 Jahren, die schon im Titel so fundamentale Fragen stellen wie "Was ist Liebe?" oder "Was ist ein Hund?" Die Liebe und das Begehren sind die Fluchtpunkte dieser Texte. Objekt der Obsession kann dabei der Schwager sein, in den sich ein Mann verliebt. Oder die eigene, längst verstorbene Mutter, nach der sich ein Dramatiker sehnt und um die er trauert. Aber nicht nur Menschen
können im Zentrum der Begierde stehen: So vergräbt einer der Protagonisten eine Alfa Romeo Giulia in seinem Garten.

Ein weiteres Verbindendes ist der immer wieder einfallende Zufall, die Willkür des Lebens. In zugleich sinnlicher und analytischer Sprache erzählt Bärfuss von Menschen, die aus den Routinen des Alltags herausgerissen werden. Im Gespräch mit Ulrich Kühn spürt er noch einmal den Fragen nach, wie wir uns begegnen und wie wir die Geschichten unserer Leidenschaften entwerfen.

Über den Autor

Lukas Bärfuss, geboren 1971 in Thun/Schweiz, ist Dramatiker, Romancier und Essayist. Seine Stücke werden weltweit gespielt, seine Romane sind in etwa zwanzig Sprachen übersetzt. Bärfuss ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und lebt in Zürich. 2019 wurde er mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

Moderation

Ulrich Kühn, geboren in Karlsruhe, studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie und promovierte über das Zusammenspiel von gesprochener Sprache und Musik im Theater. Er arbeitete als freier Autor und Rezitator, ab 2000 als Moderator für den NDR und ist seit 2007 als Redakteur.

Termin(e): 06.02.2020 ab 19:30 Uhr
Ort

Literaturhaus Hannover

  • Sophienstraße 2
  • 30159 Hannover
Preise:
Regulär 12,00 €
Ermäßigt 6,00 €