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Lesungen & Vorträge

Volker Braun: Handstreiche

Mit dem Literaturkritiker Michael Braun spricht Volker Braun am 30. April im Literaturhaus über sein Werk, die Bedingungen des Schreibens, Wirklichkeit und Verantwortung.

Mann © Peter Peitsch

Volker Braun

Über den Autor

Volker Braun, 1939 in Dresden geboren, lebt in Berlin. Er arbeitete u.a. im Tief- und Tagebau, studierte Philosophie und war Dramaturg am Berliner Ensemble. Berufen in die Akademie der Künste in Berlin und der Deutschen Akademie für Sprache und  Dichtung. Brüder-Grimm-Professur an der Universität Kassel und Georg-Büchner-Preis 2000, Prix international Argana de la Poésie 2016 u.v.a.

Über die Bücher

Zum 80. Geburtstag von Volker Braun erscheinen im Frühjahr gleich zwei Bücher des renommierten und vielfach ausgezeichnete Lyrikers, Dramatikers und Prosa-Autors. Der Band "Verlagerung des geheimen Punkts" versammelt Untergrundtexte und Festreden, darin geht es gleichermaßen um Politik und Poesie: Er beginnt mit einer Ausbürgerungs-Satire, geschrieben im Januar 1977, gefolgt von der radikalen Flugschrift "Büchners Briefe", dazu Essays über Shakespeare und Rimbaud, Goethe und Kafka, und zeigt die Arbeit auf eine Wende zu, die zum Umbruch wird. Sie führt den Autor in die heutige Wirklichkeit, "wo sie ihre größte schmerzende Kraft entfaltet" und er sein Versäumnis sieht, seine "Schuld, das schwarze verdammte Dulden" in einer Welt ausgrenzender Grausamkeit. Die Suche nach dem geheimen Punkt des Schreibens führt jedoch auch zur Frage: Über welche Möglichkeiten zum Eingreifen in den Lauf der Dinge verfügt ein Schriftsteller? Dem geht Volker Braun in "Handstreiche", dem zweiten Band, nach. Hier bedient er sich bewährter Prosaformen: Aphorismen, Dialogfetzen, Zitate. In seiner Werkstatt entstehen Träume, Rätselhaftes, eigensinnige Wahrheiten, Beobachtungen zum schreibenden und fühlenden Ich und zur Welt. Diese Miniaturen kommen in der Schelmenperspektive daher: ungehobelte Einsprüche, Angriffe und Verteidigungen, Burlesken, Handgriffe, Fingerzeige, Rippenstöße.

Moderation

Michael Braun, 1958 geboren, lebt als freier Literaturkritiker in Heidelberg, arbeitet für Printmedien und Hörfunk. Er ist Herausgeber verschiedener Anthologien zur deutschsprachigen Lyrik, veröffentlicht Essays und Autorengespräche. Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2018.

Termin(e): 30.04.2019 ab 19:30 Uhr
Ort

Literaturhaus Hannover

  • Sophienstraße 2
  • 30159 Hannover
Preise:
12,00 Euro ermäßigt 6,00 Euro
Vorverkauf: