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Lesungen & Vorträge

Zülfü Livaneli: Unruhe

In der Reihe "Literatur international" besucht der türkische Autor, der sich auch als Komponist, Sänger und Regisseur einen Namen gemacht hat, mit seinem neuen Roman am 23. Oktober das Literaturhaus.

In seinem Roman "Unruhe" konfrontiert Zülfü Livaneli den Leser mit einer emotionalen und hochaktuellen Geschichte nahöstlicher Realität, in der Liebe und Schmerz ineinander übergehen.
Als der Journalist Ibrahim, der in Istanbul ein geschäftiges, aber gewöhnliches Leben führt, vom Tod seines Jugendfreundes Hüseyin erfährt, kehrt er zum ersten Mal seit vielen Jahren in ihre gemeinsame Heimatstadt Mardin zurück. Auf den Spuren des Freundes erfährt er von dessen geheimnisvoller Verlobten Meleknaz. Fasziniert von den Berichten über die junge Jesidin taucht er ein in die Mythen und Überlieferungen ihrer Kultur und trifft auf eine Gruppe von Frauen, die aus der Gefangenschaft des IS fliehen konnten. Dabei gerät er immer tiefer in einen Sog aus aktuellen und alten Geschichten, Leidenschaften und Gewalt, der ihn zwingt, seine Herkunft und sein Leben neu zu bewerten.

Über den Autor

Zülfü Livaneli, geboren 1946, ist einer der bekanntesten Künstler der Türkei, der mit seinen Liedern und Kinofilmen international große Erfolge feiert. In den Siebziegerjahren war er wegen seiner politischen Anschauungen gezwungen, die Türkei zu verlassen. Erst 1984 kehrte er zurück. Einige Jahre war er Mitglied des türkischen Parlaments, besonders setzte er sich dabei für die türkisch-griechische Aussöhnung ein. Für sein breites Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Orhan-Kemal-Literaturpreis.

Über den Moderatoren

Stephan Lohr, geboren 1950, studierte Literatur- und Sozialwissenschaften in Hannover, arbeitete zehn Jahre als Verlagsredakteur und dann als Redakteur beim NDR, wo er seit 1998 die Abteilung Kulturmagazine leitete und von 2008 bis 2014 die Literaturredaktion von NDR Kultur. Heute schreibt er Literaturkritiken und wirkt als Programmberater beim Göttinger Literaturherbst mit.

Über den Übersetzer

Oliver Kontny, geboren 1974, studierte Philosophie und Geschichte an der Universität Bremen und Turkologie und Iranistik an der FU Berlin. Er arbeitete in Istanbul, London, Oxford und Berlin. Er war freiberuflich in der Film-, Theater- und Literaturproduktion tätig und arbeitete als Dramaturg, Kurator und Autor am Ballhaus Naunynstraße in Berlin. Aktuell erarbeitet er verstärkt Soloperformances.

Termin(e): 23.10.2018 
von 19:30 bis 21:00 Uhr
Ort

Literaturhaus Hannover

  • Sophienstraße 2
  • 30159 Hannover
Preise:
Eintritt 12,00 €
Ermäßigt 6,00 €
Vorverkauf: