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Zeitreise: Das Wunder von Lengede

Erinnerungen an das Grubenunglück vom Überlebenden Adolf Herbst in der Veranstaltungsreihe "Zeitreise: Gestern - Heute - Morgen" am 1. April im Veranstaltungszentrum des Kommunalen Seniorenservice Hannover.

Ein freundlich lächender, älterer Herr © Adolf Herbst

Adolf Herbst

Gerettet! Das Grubendrama war für elf Männer beendet. Adolf Herbst gehörte zu ihnen; er ist der letzte Überlebende des Grubenunglücks von Lengede, das sich im Oktober 1963 ereignete.

„Es waren nur noch zwei Stunden, dann war die Tagesschicht zu Ende. Es war der 24. Oktober, gegen 20 Uhr. Dann fiel der Strom aus. Wir konnten nichts mehr sehen, die Luft wurde knapp, alle warteten auf den Zug - der nicht kam. Der Schacht zum Aufstieg war etwa drei Kilometer entfernt - wir gingen los, kein Strom, kein Licht. Nach 500 Metern kam uns dann schon das Wasser entgegen, das in den Schacht Mathilde eingebrochen war. Wir wollten es irgendwie aufhalten, aber es ging nicht und es stieg immer weiter. Dazu kam in der Dunkelheit auch die Angst“, erinnert sich unser heutiger Gast.

129 Männer waren 1963 unter Tage, 29 Männer starben, die letzten der elf Überlebenden wurden nach 14 Tagen gerettet. Die kaum noch für möglich gehaltene Rettung ging als Wunder von Lengede in die Geschichte ein.

Die Moderation übernimmt Karlheinz Utgenannt. Der Eintritt ist frei.

Termin(e): 01.04.2019 
von 15:00 bis 16:30 Uhr
Ort

Kommunaler Seniorenservice Hannover

  • Ihmepassage 5
  • 30449 Hannover

Veranstaltungszentrum des Kommunalen Seniorenservice Hannover (Eingang Blumenauer Straße)