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Kino-Events

Hannover sieht kurz

Die "Kurz.Film.Tour 2019" ist am 13. November und am 11. Dezember zu Gast im Medienhaus Hannover.

Die Kinotournee des renommierten Deutschen Kurzfilmpreises (Lola) zieht traditionsgemäß jedes Jahr um die deutschen Lichtspielhäuser und macht im November und Dezember Halt in Hannover. Die Zuschauer und Fans können sich auf ein abwechslungsreiches Line-up freuen: kreativ, experimentierfreudig, aufrüttelnd, amüsant, äußerst unterhaltsam und vor allem ungebunden. Am 13. November und 11. Dezember werden insgesamt zwölf herausragende Filme aus dem aktuellen deutschen Kurzfilmpreisrepertoire präsentiert. Eine einmalige Gelegenheit die preisgekrönten und nominierten Filme des Deutschen Kurzfilmpreises 2018 im Kino zu sehen, bevor am 20. November, mit der Vergabe der Kurzfilm-LOLA 2019 in Hamburg, die Filme für die "Kurz.Film.Tour 2020" gekürt werden.

Programm am Mittwoch, 13. November

  • Follower
    Regie: Jonathan B. Behr | Deutschland | 2018 | Spielfilm | 10 Min.
    Ein Horrorfilm aus der Sicht eines Smartphones: Während Clara nachts beim Babysitten ist und mit ihrem Freund chattet, beginnt ein Fremder, ihr auf Instagram zu folgen. Nach und nach muss sie jedoch feststellen, dass der Follower sie nicht nur online stalkt. Der Film feierte seine Weltpremiere auf der 68. Berlinale 2018, wo er im Rahmen der Sektion Generation gezeigt wurde. 
    Nominierung in der Kategorie Spielfilme bis 10 Minuten
  • Das Satanische Dickicht – DREI
    Regie: Willy Hans | Deutschland | 2017 | Spielfilm | 22 Min.
    Familienurlaub auf dem Campingplatz: Mimi sucht Freunde, Karl liebt sein Luftkrokodil, Papa hat Hunger und Mama hat die Brote vergessen. Das Kaninchen des Wärters verschwindet, mittelalterliche Touristen tauchen auf – Das Chaos ist perfekt. „Das Satanische Dickicht – ZWEI“ wurde bereits für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert.
    Nominierung in der Kategorie Spielfilme von mehr als 10 bis 30 Minuten
  • Minden Rendben (Everything Alright)
    Regie: Borbála Nagy | Deutschland | 2018 | Spielfilm | 13 Min.
    In dem Film geht es um den Grenzsoldaten Alpár und seinen ersten Arbeitstag an der Grenze zwischen Ungarn und Serbien, wo er sein Land vor Geflüchteten beschützen soll. Während er versucht, die Regeln der Grenzjäger zu verstehen, ist er mit den schonungslosen Strukturen konfrontiert, die den Fremden von der anderen Seite ihre menschlichen Qualitäten rauben.
    Nominierung in der Kategorie Spielfilme von mehr als 10 bis 30 Minuten
  • Nach dem Fest
    Regie: Hannes Schilling | Deutschland | 2018 | Spielfilm | 14 Min.
    In dem Film bedrängt der Obdachlose Andi seine Bekannte Sandra, um der Einsamkeit des rauen Straßenlebens zu entkommen. Die beiden brechen zusammen in ein Haus ein und kommen sich näher. Zwischen verhaltener Zärtlichkeit und unterschwelliger Gewalt beginnt ein stetiges Ringen um Nähe und Distanz.
    Nominierung in der Kategorie Spielfilme von mehr als 10 bis 30 Minuten
  • Making Off (Germania Dreamland)
    Regie: Istvan Gyöngyösi | Deutschland | 2018 | Experimentalfilm | 23 Min.
    Bilder erzählen einen Film. Eine Stimme erzählt einen Film. Sie berühren sich, driften auseinander, finden sich wieder. Eine Frau, ihr Umfeld, ihre Träume und Abhängigkeiten. Berlin als Freizeitpark in verschiedenen Stationen: Tempelhofer Feld, Hasenheide, ILA. Involviertheit in ein System, das Krieg und Vertreibung befördert. Eine Montage, die uns den Zynismus politischer Gegenwart vorführt.
    Nominiert in der Kategorie Experimentalfilme bis 30 Minuten
  • Neko No Hi/Cat Days
    Regie: Jon Frickey | Deutschland | 2017 | Animationsfilm | 11 Min.
    Ein Film, der sich auf spielerische Art und Weise mit existenziellen Fragen der Kindheit und des Erwachsenwerdens beschäftigt. Weil der kleine Jiro krank ist, bringt ihn sein Vater zur Ärztin. Ihre Diagnose ist zwar harmlos, rüttelt aber an der Identität des Jungen: Jiro hat Katzenschnupfen und muss daher zwingendermaßen eine Katze sein.
    Nominiert in der Kategorie Animationsfilme bis 30 Minuten 
  • Joe Boots
    Regie: Florian Baron I Deutschland I Dokumentarfilm I 30 Min.
    Florian Baron erzählt von dem US-amerikanischen Kriegsveteranen Joe, den seine Erfahrungen im Irak auch nach seiner Rückkehr in seine Heimatstadt Pittsburgh nicht loslassen. Er leidet an posttraumatischen Belastungsstörungen, die ihn nach und nach die Kontrolle über sein Leben verlieren lassen.
    Nominiert in der Kategorie Dokumentarfilm bis 30 Minuten

Programm am Mittwoch, 11. Dezember

  • Hostel
    Regie: Daniel Popat | Deutschland | 2018 | Spielfilm | 10 Min.
    In einem Berliner Hostel treffen zwei scheinbar Fremde aufeinander. Es stellt sich heraus, dass sie nicht nur beide aus Russland, sondern auch noch aus derselben Kleinstadt kommen. Manchmal ist der Schein romantischer als das Sein und kann trügen – in der ehrlichen Liebe bleibt jedoch nichts verborgen.
    Deutscher Kurzfilmpreis in Gold für Spielfilme bis 10 Minuten

  • Regie: Sophia Bösch | Deutschland | 2018 | Spielfilm | 30 Min.
    Sophia Bösch erzählt von der sechzehnjährigen Linn, die als einziges Mädchen mit ihrem Vater und dessen Freunden auf Elchjagd gehen darf. Sie trifft ihren ersten Elch - die Männer jedoch zögern nicht, sie darauf hinzuweisen, dass ihr ein großer Fehler unterlaufen zu sein scheint. Linn muss schnell feststellen, dass sie sich in der patriarchalen Welt gleich doppelt beweisen muss. Allein macht sie sich auf in die Wildnis, wo schließlich die eigentliche Prüfung auf sie wartet.
    Deutscher Kurzfilmpreis in Gold für Spielfilme von mehr als 10 bis 30 Minuten 
  • The Bitter With the Sweet
    Regie: Ann Sophie Lindström | Deutschland | 2018 | Dokumentarfilm | 24 Min.
    Der in die Tage gekommene Cowboy Ricky, 62, und die wortgewandte Gretchen, 55, sind seit 2008 ein Paar, doch die Beziehung gestaltet sich für beide als emotionale Achterbahnfahrt im Spannungsfeld zwischen Abhängigkeit und Liebe. Der intime Dokumentarfilm nimmt mit auf eine emotionale Reise von zärtlich schönen Momenten zu totaler Wut und lädt ein, über eigene Beziehungen, Auslöser und Emotionen nachzudenken.
    Deutscher Kurzfilmpreis in Gold in der Kategorie Dokumentarfilme bis 30 Minuten
  • Call of Comfort
    Regie: Brenda Lien| Deutschland | 2018 | Experimentalfilm | 9 Min.
    Menschen im digitalen Zeitalter. "Bitte stimme den Nutzungsbedingungen zu, um ein Teil der Gemeinschaft zu sein", sagt die Big Data Kristallkugel, während sie dich in positiven Affirmationen und hyper-personalisierter Werbung badet. Der Film zeigt, wie moderne Technologien uns mit dem Versprechen auf ein optimiertes Leben dazu verführen, unsere Privatsphäre zu opfern.
    Deutscher Kurzfilmpreis in Gold für Experimentalfilme bis 30 Minuten Laufzeit
  • Räuber & Gendarm
    Regie: Florian Maubach | Deutschland | 2018 | Animationsfilm | 8 Min.
    Daniel beginnt während des Spiels mit seinen Freunden zu realisieren, dass es zwischen Fangen und Gefangen werden noch etwas anderes gibt. Er sieht sich mit Situationen konfrontiert, mit denen er nicht richtig umzugehen weiß – aus der Ich-Perspektive erzählt der Animationsfilm von der Schwelle zum Erwachsenwerden. Beim Anima – Brussels International Animation Film Festival 2018 gewann der Film den Award for Best Student Short Film und wurde zudem von der Deutschen Film- und Medienbewertung mit dem Prädikat "Wertvoll" ausgezeichnet.
    Deutscher Kurzfilmpreis in Gold für Animationsfilme bis 30 Minuten

 

Termin(e): 13.11.2019 ab 20:00 Uhr
11.12.2019 ab 20:00 Uhr
Ort

Medienhaus-Hannover e.V.

  • Schwarzer Bär 6
  • 30449 Hannover
Preise:
6,00 Euro