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Wissenschaft & Wirtschaft

Herrenhäuser Forum: Brot oder Biene

Das Spannungsverhältnis zwischen Agrarwirtschaft und Artenschutz in Deutschland steht im Fokus des Herrenhäuser Forums am 12. November im Schloss Herrenhausen.

Hörsaal © David Carreno Hansen, Quelle: Volkswagenstiftung

Auditorium, Schloss Herrenhausen

Unsere Landwirtschaft der letzten hundert Jahre ist eine Erfolgsgeschichte. Noch nie zuvor wurden so viele gesunde Lebensmittel hoher Qualität produziert. Die ökologischen Kollateralschäden dieser Entwicklung sind jedoch immens: Im Zuge der Grünen Revolution wurden seit den 1970er Jahren zunehmend Pestizide sowie Mineraldünger eingesetzt, die  Flurbereinigung hat unsere bunten Kulturlandschaften zerstört, die Artenvielfalt nimmt ab.

Verlust an Biodiversität

Der riesige Verlust an Biodiversität hat zwar die Umweltbewegung der 1980er ins Leben gerufen und das Bewusstsein für den Erhalt der biologischen Vielfalt geschärft, doch das Artensterben konnte sie langfristig nicht aufhalten. Der Verlust der Lebensraumvielfalt unserer Landschaften hat weiter zugenommen. In den letzten drei Jahrzehnten sind weitere dramatische Rückgänge bei den Insekten und Feldvögeln zu verzeichnen. Der Pestizideinsatz hat sich nämlich nicht nur verdoppelt, sondern ist konstitutiv für die Art der Landbewirtschaftung geworden.

Herrenhäuser Forum

Wie überwinden wir die aktuelle Biodiversitätskrise? Wie könnte eine moderne Agrarwirtschaft aussehen, die genügend Lebensmittel produziert und dem Artenschutz Rechnung trägt? Antworten auf diese Fragen suchen Experten beim Herrenhäuser Forum mit dem Titel "Brot oder Biene? Agrarwirtschaft und Artenschutz in Deutschland" am 12. November im Tagungszentrum des Schlosses Herrenhausen.

Programm

Impulsvorträge
Die Auswirkung der modernen Landwirtschaft auf die Artenvielfalt
Prof. Dr. Teja Tscharntke, Abteilung Agrarökologie, Universität Göttingen
Alternative Methoden des Nutzpflanzenbaus als mögliche Lösungswege für die Zukunft
Prof. Dr. Dr. h.c. Urs Niggli, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), Schweiz

Podiumsdiskussion
Prof. Dr. Teja Tscharntke, Abteilung Agrarökologie, Universität Göttingen
Prof. Dr. Dr. h.c. Urs Niggli, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), Schweiz
Parlamentarischer Staatssekretär Michael Stübgen, MdB, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft
Silvia Bender, Abteilungsleitung Biodiversität, BUND Deutschland
Stephanie Strotdrees, Landwirtin aus Nordrhein Westfalen, Mitglied im Präsidium BIOLAND

Moderation
Dr. Daniel Lingenhöhl, Spektrum der Wissenschaft

Hauptveranstaltung: > November der Wissenschaft 2018: Alle Veranstaltungen - alle Infos
Termin(e): 12.11.2018 
von 19:00 bis 21:00 Uhr
Ort

Schloss Herrenhausen

  • Herrenhäuser Straße 5
  • 30419 Hannover
Preise:
Eintritt frei

Einlass ab 18:15 Uhr

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Kapazitäten sind jedoch begrenzt.

Veranstalter: VolkswagenStiftung

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