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Wissenschaft & Wirtschaft

Leibniz-Vorträge: Prof. Dr. Markus Friedrich

Über "genealogisches Wissen um 1700" spricht der Hamburger Historiker am 23. Mai in Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek.

Genealogisches Wissen war zu Lebzeiten von Leibniz von überragender Bedeutung. Es vermittelte sozialen Status und war politisch relevant. Entsprechend umfangreich aber auch vielfältig waren die Bemühungen des Adels, Familienwissen zu erzeugen. Man strebte nach genauen Informationen über die eigene Abstammung, wer mit wem wie und seit wann verwandt war und wie die Familien des europäischen (Hoch-)Adels miteinander zusammenhingen.
Viele Gelehrte, sei es an Universitäten, sei es in fürstlichen Diensten, waren mit der Erforschung solcher Fragen befasst. Eine regelrechte Szene entwickelte sich, zu der auch Leibniz zählte, der mit vielen Genealogen seiner Zeit korrespondierte. Einer dieser Briefpartner war Jacob Wilhelm Imhoff (1651–1728), ein Nürnberger Patrizier und Autor zahlreicher genealogischer Enzyklopädien.
Ausgehend vom Briefwechsel der beiden Protagonisten wird der Vortrag in die Abläufe, Probleme, Formen und Konflikte genealogischer Forschung um 1700 einführen. 

Über den Vortragenden

Prof. Dr. Markus Friedrich studierte Neuere Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Philosophie. Nach Promotion, Habilitation und Forschungsaufenthalten lehrt er seit 2013 als Professor für Europäische Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Hamburg. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Religionsgeschichte der Frühen Neuzeit als Kulturgeschichte, Wissens- und Informationsgeschichte als Herrschaftsgeschichte, Archive und Archivkultur im frühneuzeitlichen Europa und die Geschichte einer grundlegenden Kulturtechnik.

Termin(e): 23.05.2019 
von 17:00 bis 18:00 Uhr
Ort

Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

  • Waterloostraße 8
  • 30169 Hannover