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Arbeitszeitmodelle

Arbeitszeit

Flexibilität durch unterschiedliche Arbeitszeitmodelle

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Arbeits- und Lebenszeit

Familien wie Unternehmen planen jeden Tag voraus - und nicht selten kommt es anders. Flexible Arbeitszeit bietet für Unternehmen wie für Beschäftigte je nach Situation unterschiedliche Variations- und Kombinationsmöglichkeiten.

Arbeitszeitmodelle:

  • Gleitzeit definiert eine Kernarbeitszeit in der alle Beschäftigten (eines Unternehmensbereiches) anwesend sind. Außerhalb dieser Kernzeit variieren die Beschäftigten ihre Anfangs- und Arbeitsendzeiten.
  • Teilzeit unterschreitet die tarifliche Regelarbeitszeit, ist aber nicht zwingend eine Halbtagstätigkeit. Umfang und Dauer können einzelvertraglich geregelt werden, allerdings haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erst ab 15 Wochenstunden umfassenden Kranken-, Renten- und Unfallversicherungsschutz. Für Unternehmen bringt Teilzeitbeschäftigung oft erhebliche Flexibilitätsgewinne.
  • Teilzeitausbildung kann in allen betrieblichen Ausbildungsberufen durchgeführt werden, wenn ein berechtigtes Interesse, wie z. B. Familienverantwortung vorliegt. Sie kann in Form einer Reduzierung der täglichen Arbeitszeit, einer Verlängerung der Ausbildungsdauer, einer individuellen Verkürzung aufgrund guter Abschlüsse erfolgen.
  • Jobsharing ist eine Sonderform der Teilzeitarbeit, bei der sich zwei Beschäftigte eine Vollzeitstelle teilen. Die Teilung erfolgt in bestimmten Zeitzyklen oder wird aufgabenspezifisch wahrgenommen. Der Betrieb kann dadurch gute Synergie- und Kompetenzerhaltungseffekte erzielen, z. B. im Vertretungsfall oder in Übergangs- und Einarbeitungsphasen.
  • Flexible Tages-, Monats- oder Jahresarbeitszeit (manchmal sogar Lebensarbeitszeit) billigt den Beschäftigten hohe Zeitsouveränität zu. Sie setzt ein komplexes Zeiterfassungssystem voraus. Für die Mehr- oder Minderstunden werden Obergrenzen definiert und Zeitabstände sowie Bedingungen (Zeit/Zeit oder Zeit/Geld) für den Ausgleich festgelegt. Betriebe können damit sehr flexibel auf Auftragsschwankungen reagieren.
  • Vertrauensarbeitszeit verzichtet auf eine formale Zeiterfassung. Sie orientiert sich an Zielvereinbarungen und an realistisch zu erzielenden Arbeitsergebnissen.
  • Lebensarbeitszeit befindet sich in der politischen Diskussion, es bestehen hierfür aber keine Regelungen. Sie sieht vor, dass Beschäftigte z. B. in der „rush hour“ Zeitphase, ca. dem 25 – 40 Lebensjahr, weniger Arbeitszeit leisten oder ihre vorgezogene Mehrarbeit für einen früheren Renteneintritt nutzen.
  • Flexible Pausenzeiten und die Möglichkeit zur Arbeitszeitabsprache im Team ermöglichen es den Beschäftigten, kleine alltägliche familiäre Anforderungen mit dem Arbeitsalltag zu vereinbaren.
  • Kurzfristige Freistellungen und unbezahlter Sonderurlaub ermöglichen Eltern, auf unvorhergesehene Familienereignisse zu reagieren.
  • Ein geplanter Langzeiturlaub, sabbatical oder eine Freistellung kann helfen, vorhersehbare familiäre Verpflichtungen wahrzunehmen. Verrechnet werden kann diese Minderarbeitszeit über ein Arbeitszeitkonto, durch geringere Vergütung über einen längeren Zeitraum oder vollständigen Verzicht auf Vergütung für die Fehlzeit.