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Gründungsstory Oktober 2018

Altes Handwerk & Hightech: DRYXX

Katrin Potyka startet mit DRYXX voll durch

Die Kunst des Plissierens beherrschen in Deutschland nur noch ganz wenige, Katrin Potyka gehört dazu. Aber nicht nur das: Die 49-Jährige Kauffrau hat zeitgleich mit ihren erwachsenen Töchtern nochmal die Schulbank gedrückt und Produktdesign studiert. Als Abschlussarbeit hat sie eine plissierte Tasche erfunden, die ihr im vergangenen Sommer nicht nur einen Abschluss mit Note 1 eingebracht hat, sondern sich auch als stylisches Raumwunder jedem Bedarf seiner Träger/in anpasst. Auf der Infa (13.- 21. Oktober) präsentiert die frischegebackene Unternehmerin ihre DRYXX-Taschen (Stand F74 in Halle 25).

Katrin, was macht die DRYXX-Tasche so besonders?

Mich hat immer genervt, dass, wenn ich eine Tasche dabeihatte, die Größe nie zu meinem Bedarf gepasst hat. Dazu kam, dass die irre Menge, die wir alle an Baumwollbeuteln zum Einkaufen nutzen, unglaublich viele Ressourcen frisst und eigentlich nicht sehr nachhaltig ist. Diese beiden Probleme wollte ich als Produktdesignerin lösen – und mit der Plisseetechnik, also mit im Material fixierten Falten, ist mir das offenbar ganz gut gelungen. Bereits als es nur ein Musterposter gab, hatte ich schon die ersten Bestellungen auf dem Tisch. Man kann die DRYXX ganz leicht vom Handtaschenformat mit einem Fassungsvermögen von 4,5 Litern auf Rucksackgröße mit einem Volumen von 19 Litern bringen. Mit dem außen umlaufenden Gurt lässt sie sich auch als Rucksack tragen. Die Farben kann sich jeder quasi individuell zusammenstellen. Ich mache vieles in Handarbeit selbst, einen Teil näht die gemeinnützige Organisation „Unter einem Dach“ für mich –  hier finden Flüchtlinge Arbeit.

Wie bist du auf den Markennamen DRYXX gekommen?

Der Name ist wie die Lautschrift von „Drück es!“ – Das passt zu den Taschen: Im praktischen Sinn von „Drück es zusammen“ genauso wie im Sinne von „Drück es, hab es lieb, dein neues IT-Piece!“.

Was hast Du als Nächstes vor?

Die Gründung meines Startups ist ja noch sehr frisch, jetzt beginnt eigentlich erst die Phase der Vermarktung. Ich freue mich sehr auf meine Erlebnisse bei der Infa und das Feedback von Kunden/-innen. Und natürlich will ich das Sortiment erweitern, mein Gestaltungs-Faible umsetzen. Die Tasche bietet noch ganz viel Potenzial: Über einen Magnetknopf innen lassen sich Accessoires einhängen wie Schlüsselanhänger, Kosmetiktasche und anderes. Zurzeit arbeite ich gerade an einer optimalen Laptoptasche.  Und in fünf Jahren hätte ich gern eine Filiale mit fünf Mitarbeitern/innen.

Welche Tipps gibst du anderen Gründungswilligen mit auf den Weg?

Auf jeden Fall gründlich den Markt studieren und recherchieren. Gut sind Umfragen, das hat mich wirklich weitergebracht. Es braucht viel Kraft von der Idee bis zur Vermarktung eines Produkts. Ich beispielsweise stemme den Markttest und Aufbau der Marke quasi selbst. Da hilft es total, Unterstützung von lieben Menschen zu haben – mein Mann und meine beiden Töchter haben mich vom ersten Tag an in meiner Idee unterstützt, meinen Lebenstraum Gestaltung nach der Familienphase noch umzusetzen und mit Menschen im Alter meiner Töchter noch in der Hochschule für angewandte Kunst und Wissenschaft in Hildesheim zu sitzen.

Kontakt:
DRYXX
Katrin Potyka
www.dryxx.de
Katrin.potyka@dryxx.de


Katrin über die Zusammenarbeit mit hannoverimpuls:

Ich kann es jedem Gründungswilligen total empfehlen. Ich habe dort immer ein offenes Ohr gefunden und neben den wichtigen Networking-Angeboten wird man ja auch noch gefördert. Eins kann ich auf jeden Fall sagen, Gründen braucht viel Mut. Die Experten/-innen von hannoverimpuls haben mir wirklich gut den Rücken gestärkt.

Ingrid Freels, Projektleiterin Gründung und Entrepreneurship Projekt Gründerinnen Consult, über Katrin Potyka und DRYXX:

Katrin Potyka ist eine unglaublich spannende Unternehmerpersönlichkeit mit großem Antrieb. Es ist toll, dass sich die Groß- und Außenhandelskauffrau nach der Familienphase nochmal auf den beruflichen Weg gemacht hat. Das kreative Potenzial der Produktdesignerin ist immens. Ich bin sicher, wir werden noch viel von ihr hören.