Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Veranstaltungen

August 2017
8.2017
M D M D F S S
31 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3
Heute | Wochenende | kostenlos | Suche

Top-Services

Ratgeber

Zuletzt aktualisiert:

Mobile Anwendungen vom mobilen App-Entwickler

App-Truck

Fünf Fragen an Marc Hildmann (37), App-Developer und Gründer von AppTruck

Apptruck 3 © hannoevrimpuls GmbH

  

Marc, Du kommst mit Deinem AppTruck, einem voll ausgestatteten, mobilen Büro, zu Deinen Kunden und arbeitest vor Ort an Apps für sie. Das ginge doch sicher einfacher von zu Hause aus? Was ist der Vorteil des AppTrucks?

Anfangs wäre es bestimmt einfacher mit normalem Büro gewesen – ich habe den AppTruck, ursprünglich ein herkömmlicher Ford Transit, allein in Eigenregie umgestaltet, komplett mit Schreibtisch, Whiteboard und Stromversorgung. Die Idee zum mobilen Office ist aus meiner Erfahrung als Webentwickler entstanden. Kunden schätzen den direkten Draht zu Entwicklern, beschleunigte Prozesse, schnelle Ergebnisse. Wer unmittelbar vor Ort ist, kann ganz anders beraten – und ich bin als Gründer ja vieles in einem: Programmierer, Kundenberater und natürlich auch Vertriebler. Und da mein Geschäftsmodell digital ist, bin ich ohnehin nicht auf viel Infrastruktur angewiesen, kann im Grunde überall arbeiten und konnte auch durch Zufall die ersten Kunden in Chicago überzeugen. Das ist aber eine andere Geschichte.

Welche Anwendungen entwickelst Du?

Meine Kunden sind kleine bis mittlere Unternehmen, die eines verstanden haben: Dass die Digitalisierung ihr Alltagsgeschäft stark entlasten kann. Digitalisierte, automatisierte Prozesse auf Cloud-Basis, die sich mit mobilen Endgeräten steuern lassen, sparen Unternehmen immens viel Arbeit, Zeit und damit Geld. Ich analysiere bei jedem Kunden, was man optimieren kann und erstelle dann eine individuelle App-Lösung. Ein Beispiel: Ein Kunde organisierte seine Logistik hauptsächlich zentral über eine per Hand gepflegte Excel-Liste. Meine App hat die Steuerung der Logistik automatisiert und effizienter gemacht. Nun ist es möglich, dass jeder Mitarbeiter dezentral auf Daten wie Fahraufträge zugreifen, aber auch selber welche erstellen kann. Die App verwaltet alles und hält jeden – und sich selbst – dank GPS-Tracking der Fahrzeuge auf dem Laufenden. Nach zwei bis drei Monaten hat sich für die Kunden ihr Investment ausgezahlt.

Wie bist Du zum Unternehmensgründer geworden?

Eigentlich bin ich Bauingenieur und, was das Programmieren betrifft, Autodidakt. Die Idee, mit mobilen Internetanwendungen auf Smartphones Unternehmensprozesse zu verbessern, hatte ich schon lange. Ich wollte sie eigentlich bei meinem früheren Arbeitgeber verwirklichen, aber das ging aus verschiedenen Gründen nicht. Weil mich das Thema nicht losgelassen hat, habe ich dann irgendwann einfach den Schritt ins kalte Wasser gewagt, gekündigt und mich voll und ganz AppTruck gewidmet. Im Oktober 2015 habe ich mit den Vorbereitungen begonnen, unter anderem einen Monat lang das mobile Büro präpariert und erste Aufträge akquiriert. Offizielles Gründungsdatum war dann im April dieses Jahres.

Gibt es den perfekten Zeitpunkt zum Gründen?

Nein, ich glaube nicht. Das ist vielleicht ein bisschen so wie mit dem Kinderkriegen. Irgendwann kommt man aber zum Punkt, an dem man denkt: „Jetzt oder nie!“ Ich kenne viele Leute mit guten Geschäftsideen – aber es spielt vor der tatsächlichen Umsetzung natürlich stets ein wenig die Angst mit. Ich denke, viele scheuen sich auch davor, ihre Idee wirklich ‚zu verkaufen‘, sprich: aus dem, was sie können, ein Geschäftsmodell zu machen.

Was würdest Du solchen Gründungsinteressierten raten?

Möglichst schnell den ersten Kunden zu bekommen und dann an ihm prüfen: Funktioniert das Konzept? Ob ein Geschäftsmodell trägt, erweist am besten die Praxis. Deswegen ist vielleicht gar nicht unbedingt ein perfektes Produkt oder eine einmalige Idee entscheidend, sondern wie man es an den Mann bzw. an die Frau bringt. Dafür braucht es selbstverständlich einen gewissen Biss.

Kontakt:
AppTruck
Im Kley 25
30989 Gehrden

www.apptruck.de

hi@apptruck.de


Marc Hildmann über die Beratung von hannoverimpuls:

„Um Gründerzuschuss zu bekommen, braucht es einen Businessplan und eine Tragfähigkeitsbescheinigung. So bin ich mit hannoverimpuls in Kontakt gekommen. Es ist super, dass es sie gibt! Die Beratungsgespräche allein machen Mut, geben Orientierung und liefern einen zeitlichen Rahmen. Das ist auch psychologisch eine tolle Unterstützung.“

Björn Höhne, Projektleiter Gründung und Entrepreneurship bei hannoverimpuls über AppTruck:

„Marc Hildmann weiß, was er tut. Er hatte bereits vor AppTruck Erfahrung mit den Anforderungen an das Leiten eines Unternehmens und kennt das Potenzial, das die Digitalisierung bietet. Die mobile Beratung, sozusagen als ‚digital nomad‘, ist dabei das i-Tüpfelchen auf dem Konzept eines kompetenten Gründers. Letztes Jahr war Marc noch als Gründungsinteressierter auf dem BeraterTag von hannoverimpuls. Dieses Jahr konnten wir ihn als Experten für Marketing, Online und Vertrieb begrüßen.“