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Zwei Männer und eine Frau, die jede eine Broschüre in der Hand halten © Frauke Bittner, Region Hannover

Präsentieren im SAE Institute am Marstall den Immobilienmarktbericht 2018 (v. l.): Andreas Schulten, Generalbevollmächtigter der bulwiengesa AG, Sabine Tegtmeyer-Dette, Dezernentin für Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Hannover, und Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung der Region Hannover.

Immobilienmarktbericht 2018

Hannover punktet in allen Teilmärkten

Weiterhin auf Wachstumskurs: Hannover baut seine Position als stärkster Standort hinter den sieben großen A-Städten in Deutschland aus, die Nachfrage nach Immobilien entwickelt sich in allen Teilmärkten dynamisch.

Das belegt der Immobilienmarktbericht 2018, den die Wirtschaftsdezernenten von Region und Stadt Hannover, Ulf-Birger Franz und Sabine Tegtmeyer-Dette, am Mittwoch, 26. September 2018, gemeinsam vorgestellt haben. Ergebnis der Analyse: Die gesamte Region ist für Investoren und Unternehmen attraktiv. Fast 700 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr in gewerbliche Immobilien investiert.

Hannovers City gehört nach wie vor zu den Top-Einkaufsadressen. Logistik-Flächen in der Region sind stark nachgefragt. Der Büromarkt in der Landeshauptstadt hat sich als größter B-Standort Deutschlands etabliert. Nicht nur der Hotelmarkt wächst spürbar, Hannover erlebt derzeit auch eine kaum zu befriedigende Nachfrage nach Wohnraum.

Hannover ist weiterhin "on the map" bei Investoren

Bereits zum 16. Mal gibt die Wirtschaftsförderung der Region Hannover die Studie zum gewerblichen Immobilienmarkt heraus – eine wichtige Lektüre auch auf der Fachmesse Expo Real in München. „Die große Nachfrage nach Flächen und Kaufobjekten zeigt, dass die Region Hannover am deutschen Immobilienmarkt weiterhin eine Top-Adresse ist“, betont Ulf-Birger Franz. Für Sabine Tegtmeyer-Dette dokumentiert der Bericht eine erfreuliche Entwicklung in der Landeshauptstadt Hannover: „Hannover ist ein attraktiver Ort zum Leben und zum Arbeiten. Deshalb wächst nicht nur die Zahl der Menschen, die hier wohnen, sondern auch die Anzahl der Arbeitsplätze in Hannover nimmt weiterhin zu.“

Büroimmobilienmarkt

Hannover zählt zu den wichtigsten deutschen Büroimmobilienmärkten. Wegen des niedrigen Marktrisikos und guter Wachstumsperspektiven interessieren sich Investoren aus dem In- und Ausland für Büro-Objekte in Hannover. In den letzten fünf Jahren sind rund 190.000 Quadratmeter Bürofläche neu gebaut und weitere 170.000 Quadratmeter grundsaniert worden. Bis 2020 werden perspektivisch mindestens 190.000 Quadratmeter (davon 50.000 Quadratmeter durch Sanierung) hinzukommen. Zur Jahresmitte 2018 liegt der Flächenumsatz bereits bei rund 85.000 Quadratmetern. Im Vorjahr wurden rund 145.000 Quadratmeter Büroflächen neu vermietet oder zur Eigennutzung errichtet. Trotz vieler Fertigstellungen in den vergangenen fünf Jahren hat sich der Leerstand nicht erhöht, im Gegenteil: Die neu auf den Markt kommenden Flächen können die Nachfrage derzeit kaum befriedigen, der Leerstand im Bestand nimmt weiter ab und wird in Hannover dieses Jahr voraussichtlich ein Rekordtief von drei Prozent erreichen. Die Spitzenmiete für Büros in attraktiven Innenstadtlagen ist auf aktuell 15,50 Euro pro Quadratmeter gestiegen.

Logistikimmobilienmarkt

Zentrale Lage, hervorragende Infrastruktur und ein modernes Flächenangebot: Die Region Hannover ist bei Logistikunternehmen beliebt. In der Region gibt es derzeit rund drei Millionen Quadratmeter logistisch nutzbare Hallenflächen in 285 Objekten, von denen knapp eine Million Quadratmeter bzw. 57 Objekte nach dem Jahr 2009 erstellt wurden. Der Umsatz mit Logistikimmobilien stieg 2017 deutlich auf etwa 260.000 Quadratmeter Hallenfläche an.

Das entspricht einem Plus von 49 Prozentpunkten (85.000 Quadratmeter) im Vergleich zum Vorjahr. Der Jahresumsatz lag 2017 rund 90.000 Quadratmeter über den durchschnittlichen Umsätzen der vergangenen Jahre (2013 bis 2017 mit 170.000 Quadratmeter). Mit Blick auf die Bautätigkeit ist zu erwarten, dass sich die Logistikflächenumsätze auch 2018 auf einem ähnlich hohen Niveau bewegen.

Mehrere Projektentwickler und auch Eigennutzer haben sich in den vergangenen Jahren günstig gelegene und planungsreife Grundstücke in der Region gesichert. „Viele potenzielle Käufer stehen einer zu geringen Anzahl von Kaufobjekten gegenüber, sofern überhaupt welche auf dem Markt verfügbar sind. Unter diesen Voraussetzungen spricht nichts dagegen, dass sich der Investmentmarkt in Hannover weiterhin dynamisch entwickelt“, erklärt Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz.

Insgesamt summieren sich die bis 2020 geplanten Projekte auf rund 500.000 Quadratmeter Hallen- und 30.000 Quadratmeter logistisch genutzte Büroflächen. Davon sind derzeit rund 135.000 Quadratmeter im Bau. Die Spitzenmieten für Hallenflächen steigen nach Einschätzung von Marktakteuren 2018 weiter an auf 4,70 Euro pro Quadratmeter, die Durchschnittsmieten liegen bei 3,80 Euro pro Quadratmeter.

Einzelhandelsimmobilienmarkt

Die Innenstadt Hannovers ist eine der nationalen Top-Lagen im Einzelhandel. Obwohl die Konkurrenz durch den Internethandel weiter zunimmt, bleiben die Einzelhandelsumsätze vor Ort stabil bzw. wachsen leicht. Im stationären Einzelhandel werden rund 7,85 Milliarden Euro in der Region ausgegeben. „Hannover ist und bleibt ein attraktiver Ort zum Einkaufen. Für die Attraktivität sorgen nicht nur die Einzelhandelsgeschäfte, sondern auch ein vielfältiges Gastronomieangebot“, berichtet Sabine Tegtmeyer-Dette.

Die Georgstraße ist mit bis zu 11.000 Passantinnen und Passanten pro Stunde eine der fünf am stärksten besuchten Einkaufsstraßen in Deutschland. Für die wenigen verfügbaren Flächen in den 1a-Lagen Hannovers interessieren sich nach wie vor viele Einzelhändler. In den letzten fünf Jahren lag der durchschnittliche Flächenumsatz in Hannovers City bei rund 5.200 Quadratmetern.

Nachdem die Umsätze 2017 auf 1.000 Quadratmeter zurückgegangen waren, zogen sie im ersten Halbjahr 2018 wieder an und lagen bei rund 1.600 Quadratmetern. Obwohl weniger hochwertiger Flächen auf der Georgstraße zur Verfügung stehen, sinkt die Spitzenmiete hier auf 185 Euro, das sind zehn Euro weniger als im Vorjahr.

Hotelimmobilienmarkt

Beliebt bei Gästen von außerhalb: Die Übernachtungszahlen in Hannover und dem Umland haben 2017 die Vier-Millionen-Marke geknackt. Zwei Trends sind erkennbar: Die Zimmerauslastung und die Rentabilität der Betriebe sind in den letzten Jahren gestiegen. Dafür geht die Zahl der Übernachtungsbetriebe zu Gunsten der Kettenhotellerie zurück. Aktuell gibt es 43 Hotels in Hannover.

Der Immobilienmarktbericht geht allein in Laatzen und Hannover davon aus, dass in den nächsten fünf Jahren etwa zehn Hotels verschiedener nationaler und internationaler Ketten mit durchschnittlich 200 Zimmern eröffnen werden. Das bedeutet einen Zuwachs von rund 2.500 Betten. „Hannover ist damit nicht allein für Geschäftsreisende und Touristen interessant, sondern auch für Immobilien-Investoren und internationale Hotelbetreiber“, stellt Sabine Tegtmeyer-Dette fest.

Wohnimmobilienmarkt

Wachsende Bevölkerung, steigende Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt: Vor allem die Landeshauptstadt erlebt einen regelrechten Boom. Kein Wunder: Aktuell leben in der Region Hannover rund 1,17 Millionen Menschen, bis 2030 wird die Bevölkerung aktuellen Prognosen zufolge weiter ansteigen. Die anhaltend niedrigen Zinsen ermöglichen eine günstige Finanzierung beim Erwerb von Wohneigentum. Die Spitzenpreise für Neubau-Eigentumswohnungen in sehr guten Lagen liegen 2018 bei 5.650 Euro pro Quadratmeter, im Mittel bei 3.950 Euro pro Quadratmeter. Für Wohnungen in Neubauten in sehr guten Lagen steigen die erzielbaren Mieten auf 15,50 Euro pro Quadratmeter

„In der gesamten Region besteht erheblicher Bedarf, kostengünstig neuen Wohnraum anzubieten“, weiß Ulf-Birger Franz. Stadt und Region Hannover haben dafür jeweils eigenen Wohnbauinitiativen und Förderprogramme gestartet – über 135 Millionen Euro stehen dafür in den nächsten Jahren zur Verfügung. „Die Region Hannover stellt den Kommunen allein mit der neu aufgelegten Wohnbauprämie in den nächsten drei Jahren 60 Millionen Euro zur Verfügung, um den Ausbau von Schulen, Kindertagesstätten und anderer Infrastruktur zu gewährleisten“, berichtet Ulf-Birger Franz.

Zum Immobilienmarktbericht

Die vorliegende Ausgabe des Immobilienmarktberichts wurde von der Region Hannover und der Landeshauptstadt gemeinsam mit weiteren 20 Partnern aus der regionalen Immobilienwirtschaft erarbeitet. Das renommierte Beratungsunternehmen bulwiengesa AG prüft und ergänzt jeweils die zusammengetragenen Informationen und Erkenntnisse.

 Der Immobilienmarktbericht 2018 kann ab Mittwoch, 26. September, bei der Wirtschaftsförderung der Region Hannover telefonisch unter (0511) 616 23236 angefordert werden. Im Internet steht die Veröffentlichung als PDF zum Download unter www.immobilienmarktbericht-hannover.de bereit. Dort sind die Teilmärkte auch als Einzelveröffentlichungen abrufbar. Zur Immobilienmesse Expo Real, die vom 8. bis 10. Oktober in München stattfindet, ist darüber hinaus eine englische Version online verfügbar.

Region Hannover

Stabsstelle Marketing und Regionalanalyse

H. Engel © Region Hannover