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Gründungsstory Februar 2018

Lodderbast: Mehr als Kino

Am 2. Januar haben Wiebke und Johannes Thomsen den „Lodderbast“ in der Berliner Allee eröffnet – Kino, Kiosk und Kulturzentrum in einem. Ihre Besucher sollen die Filme nicht nur anschauen, sondern auch darüber diskutieren.    

Am 2. Januar haben Wiebke und Johannes Thomsen den „Lodderbast“ in der Berliner Allee eröffnet – Kino, Kiosk und Kulturzentrum in einem. Ihre Besucher sollen die Filme nicht nur anschauen, sondern auch darüber diskutieren.   

Wiebke, was hat euch dazu bewogen, das Lodderbast zu gründen?

Ich komme aus dem Kinobereich, da gab es also schon Berührungspunkte. Meinem Mann und mir war einfach wichtig, dass wir unser Leben nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten können. Das Lodderbast bietet uns auch ein Stück Unabhängigkeit. Wir können damit Arbeit und Leben so vereinbaren, wie es für uns am besten passt.

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„Lodderbast“ – der Name lässt einen erst einmal innehalten. Was bedeutet er?

Das ist ein spezielles Hannoveraner Wort. Für meinen Mann und mich ist Hannover die schönste Stadt der Welt, das wollten wir mit dem Namen unseres Projekts zum Ausdruck bringen. Lodderbast ist Calenberger Platt und ein lieb gemeinter Ausdruck für eine etwas unordentliche Person. Das Wort hat einfach einen schönen Klang, ist aber auch ein bisschen mysteriös.   

 

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Das Lodderbast ist nicht einfach ein Kino, sondern „Deutschlands erster Kulturkiosk“. Was muss man sich darunter vorstellen?

Wir wollten einen Ort schaffen, an dem Leute nicht nur Filme schauen und dann nach Hause gehen. Unsere Idee ist, dass im Lodderbast auch Fremde miteinander ins Gespräch kommen, Meinungen austauschen und über Kino und Kultur diskutieren. Unsere Besucher sollen sich aufeinander konzentrieren und nicht auf ihr Smartphone.

 

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Wie wählt ihr das Programm aus?

Es gibt jeden Monat bestimmte Themenbereiche. Für den Januar sind das zum Beispiel „Mensch und Tier“ und „Wildes deutsches Kino“, im Februar wird es dann den Schwerpunkt „Asiatische Perspektiven“ geben. Wir wählen bewusst auch kontroverse Filme, um die Leute anzuregen, darüber zu sprechen und Meinungen auszutauschen. 

 

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Was würdest du anderen Gründungsinteressierten mit auf den Weg geben?

Zwei Dinge: Einerseits ist mein Tipp, sich immer wieder Feedback zu holen, nicht nur von Familie und Freunden. Wir haben damals auf der Straße Flyer verteilt und Passanten gefragt, was sie von unserer Idee halten. So konnten wir abschätzen, ob überhaupt Interesse daran besteht. Auf der persönlichen Ebene rate ich dazu, einfach mal mutig zu sein. Wenn man darüber nachdenkt, was im schlimmsten Fall wirklich passieren kann, merkt man schnell, dass sich das eigentlich nur lohnen kann.

 

Kontakt:

Wiebke Thomsen, Johannes Thomsen

Lodderbast

www.lodderbast.de


Wiebke Thomsen über die Betreuung durch hannoverimpuls:

„Ich habe in der Beratung vor allem Unterstützung zum Businessplan bekommen. Das Feedback und die kritischen Nachfragen haben mir geholfen, alles richtig auszuarbeiten und zu konkretisieren. Das hat sich wirklich ausgezahlt.“

 

Viktoria Vorwachs, Beraterin Gründerinnen Consult bei hannoverimpuls, über Lodderbast:

„Wiebke Thomsen hat durch ihren großen Erfahrungsschatz in der Szene und durch ihre klare Vorstellung, wohin sich möchte, ein außergewöhnlich fundiertes Unternehmenskonzept erschaffen, welches mich sofort begeistert hat. Alle wichtigen Faktoren der Gründung sind tief durchdacht und in unserer Zusammenarbeit kritisch diskutiert. Warum ich an das Projekt glaube: Weil es nicht nur fundiert ist, sondern viel Herz und Engagement dahinter stehen – eine Bereicherung für Hannovers Kulturszene.“