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Gründungsstory Januar 2018

Neofarms: Der Garten in der Küche

Ein Gewächshaus in den eigenen vier Wänden – Henrik Jobczyk und Max Richter machen’s möglich.

Ein Gewächshaus in den eigenen vier Wänden – Henrik Jobczyk und Max Richter machen’s möglich. In ihren „neoFarms“ wächst das Gemüse dank automatischer Versorgung quasi von selbst, ohne Pestizide, dafür mit 100 Prozent der Vitamine. Ein grüner Daumen ist nicht nötig.

Henrik, zusammen mit deinem Mit-Gründer Max entwickelst du Indoor-Gewächshäuser, in denen man Gemüse, Früchte und mehr in der eigenen Küche anbauen kann – ohne Licht und Erde. Wie geht das?

Mit einer Technik namens Aeroponik. Dabei werden die Wurzeln der Pflanzen mit einem feinen Nebel besprüht, der sie mit allen Nährstoffen versorgt – so wachsen sie auch ohne Erde und natürlichem Licht. Diese Technologie wurde von der NASA entwickelt, wir haben sie soweit vereinfacht, dass sie auch im Haushalt einsetzbar ist. Das ist das Prinzip hinter Neofarms.

 

Wie ist die Idee dazu entstanden?

Ich habe Biotechnologie studiert, daher war mir Vertical Farming, also der Anbau von Pflanzen und Gemüse auf mehreren Ebenen übereinander, wie wir es bei Neofarms machen, schon ein Begriff. Ich dachte mir, dass sich sowas doch auch privat umsetzen lassen müsste. In der Uni habe ich die Idee weiter ausgearbeitet und dann Max vorgestellt, der als Produktdesigner eine gute Ergänzung war. Wir haben nicht lange gefackelt und zusammen Neofarms gegründet.

 

Welche Voraussetzungen muss ich für eine neoFarm mitbringen?

Unsere Geräte haben die Maße eines herkömmlichen Einbaukühlschranks, die einzige Voraussetzung ist also ausreichend Platz. Wenn man die neoFarm nicht selbst mit Wasser befüllen möchte, sollte auch ein Wasseranschluss in der Nähe sein, aber das ist keine Notwendigkeit.

 

Was habt ihr als nächstes vor?

Wir sind gerade dabei, eine Kleinserie unseres Prototypen herzustellen. Die werden wir testen und dann als Pilotserie an erste Endnutzer herausgeben. Ende nächsten Jahres wollen wir in die Massenfertigung gehen, 2019 soll schließlich die endgültige Markteinführung stattfinden.

 

Was würdest du anderen Gründungsinteressierten raten?

Schaut euch nach Förder- und Beratungsprogrammen für Gründer um. Es gibt oft gute Angebote, etwa an den Hochschulen oder bei hannoverimpuls. So kann man sich erst einmal einen Überblick verschaffen, was alles auf einen zukommen wird. Wenn es ums Netzwerken geht, ist mein Tipp, einfach mit den Leuten zu reden, egal, wer sie sind und was sie machen. Je mehr man anspricht, desto größer ist die Chance, dass man an die richtigen Kontakte kommt. Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht, die meisten Leute sind wirklich sehr offen und freuen sich, junge Gründer unterstützen zu können.

 

Kontakt:

Henrik Jobczyk, Max Richter

Neofarms GmbH

www.neofarms.de

 


Henrik Jobczyk über die Betreuung durch hannoverimpuls:

„Die Unterstützung war und ist super. Wir haben einiges davon in Anspruch genommen, vor allem in Sachen Finanzen und Businessplan, damit kannten wir uns zu Beginn nicht so gut aus. Unsere Ansprechpartner waren immer erreichbar, haben alle unsere Fragen beantwortet und uns tolle Kontakte vermittelt. Wir haben auch den Ansiedlungswettbewerb Plug & Work gewonnen und konnten darüber ein Jahr lang mietfrei Büroflächen nutzen. hannoverimpuls hat uns wirklich toll gefördert.

Marcus Rohde, Gründungsberater bei hannoverimpuls, über Neofarms:

„Henrik und Max sind ein eingespieltes Team und passen mit ihren jeweiligen Kernbereichen sehr gut zusammen. Mit Neofarms erweitern sie Hannovers Startup-Landschaft um ein spannendes und vielversprechendes Projekt, das viel Potenzial mitbringt, nicht nur für die Food-Szene in Deutschland. Auch auf verschiedenen internationalen Events wurden die beiden für ihre Idee bereits ausgezeichnet.“

Projektleiterin Unternehmenskommunikation hannoverimpuls GmbH
Ulrike Radtke © hannoverimpuls GmbH