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Leibniz Universität

Förderung für Forschungsvorhaben

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Verbundprojekt MOSAIK-2, das am Institut für Meteorologie und Klimatologie der Leibniz Universität der Leibniz Universität angesiedelt ist.

Die Forschung zum Stadtklima wird fortgesetzt: Die Fortsetzung des Verbundvorhabens "Modellbasierte Stadtplanung und Anwendung im Klimawandel" an der Leibniz Universität Hannover (LUH) ist offiziell bewilligt worden. Insgesamt fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt mit mehr 4,5 Millionen Euro. Mit 2,65 Millionen Euro entfällt mehr als die Hälfte des Betrages auf das Institut für Meteorologie und Klimatologie (IMUK) der Fakultät für Mathematik und Physik. Prof. Siegfried Raasch und Dr. Björn Maronga von der Leibniz Universität koordinieren das Projekt während der dreijährigen zweiten Förderphase. Neben dem IMUK sind die FU Berlin, die HU Berlin, die TU Berlin, das DLR, das KIT, die LMU München und der Deutsche Wetterdienst als Forschungseinrichtungen beteiligt.

Stadtklimamodell erweitern

Ziel des Projekts ist es, das in der ersten Förderphase entwickelte Stadtklimamodell PALM-4U um weitere wichtige Prozesse zu erweitern und dessen internationale Spitzenposition auszubauen. "PALM-4U basiert auf dem bei uns in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelten turbulenzauflösenden Atmosphärenmodell", sagt Professor Raasch. "Wir werden an die erfolgreichen Modellentwicklungen aus der ersten Förderphase anknüpfen und in Zukunft insbesondere Wolken und Niederschläge in das Modell integrieren. Ebenso soll die Funktionalität hinsichtlich der Bewertung der Luftqualität in Städten durch die Kopplung an ein Verkehrsemissionsmodell und eine verbesserte Luftchemieparametrisierung massiv verbessert werden."

Ergebnisse vielfältig einsetzbar

Die Ergebnisse aus den Simulationsberechnungen mit PALM-4U sind bereits vielfältig einsetzbar: "Wir können das Mikroklima in einzelnen Stadtvierteln genau untersuchen und kritische Orte hinsichtlich Hitzebelastung, Windkomfort und Schadstoffkonzentration identifizieren. Ebenso können wir zeigen, welche Auswirkungen der Klimawandel für die Städte hat und welche Adaptionsstrategien wie Gebäudedämmung, Begrünungsmaßnahmen oder hochreflektierende Wandfarben sinnvoll sind um die Auswirkungen zu minimieren", sagt Björn Maronga, Nachwuchsgruppenleiter am Institut für Meteorologie und Klimatologie. "Das Simulationsmodell wird bereits von verschiedenen Forschergruppen auf der ganzen Welt eingesetzt. Wir werden die Kooperationen mit Partnern aus dem In- und Ausland in der zweiten Förderphase weiter ausbauen können. Das nationale und internationale Interesse an dem Modell ist riesig", ergänzt Siegfried Raasch.

(Veröffentlicht: 24. September 2019)