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Windenergie

Windpark-Check

Das hannoversche Start-Up Nefino stellt eine Software vor, mit der sich für jede Windenergieanlage die optimale Nachnutzung finden lässt.

Wie lange der Weiterbetrieb einer Windanlage wirtschaftlich ist, ob sich ein Repowering lohnt und wann der beste Zeitpunkt zur Stilllegung gekommen ist – all das berechnet die Software, die das Start-Up Nefino aus Hannover entwickelt hat. Ein erster Windpark-Check ist künftig auf wind-turbine.com möglich: In Kooperation mit Nefino wird es dort ein Tool geben, mit dem jede einzelne Windenergieanlage in Deutschland überprüft werden kann. Die Nutzer erhalten sofort eine Ersteinschätzung, was am jeweiligen Standort als Post-EEG-Option infrage käme: Weiterbetrieb, Repowering oder Stilllegung.

Nefino Location Intelligence Software

Nefino bietet darüber hinaus eine detaillierte Analyse mit konkreten Handlungsempfehlungen. Die Grundlage liefert die Datenbasis der Nefino Location Intelligence Software. Umfangreiche Geodaten, Wind-, Turbinen- und Finanzdaten verarbeitet die Software in einem integrierten System aus Windressourcenbewertungen, Flächenpotenzialanalysen und Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Geeignete Standorte ermitteln

So ist es beispielsweise möglich, anhand von Geo- und Raumplanungsdaten metergenauer Abstände zu Siedlungen und Straßen zu berechnen – um herauszufinden, an welchem Standort ein Neubau oder ein Repowering überhaupt erlaubt ist. Zudem kann die Software mithilfe von Windsimulationen zeigen, wie viel Energie sich an einem konkreten Standort erzeugen lässt. Und dank Wirtschaftlichkeitsberechnungen lässt sich die Renditeerwartung der geplanten Anlage prüfen. Zusätzlich kann die Location Intelligence Software von Nefino auch die exakte Lebenszyklusphase von einzelnen Windenergieanlagen und Windparks identifizieren. Mit diesen Daten lassen sich beispielsweise für jede einzelne Anlage der erwartete Rückbauzeitpunkt ableiten und die voraussichtlichen Kosten für den Rückbau kalkulieren. Von all diesen Informationen profitieren nicht nur Windpark-Betreiber, sondern auch Investoren, Banken sowie Abbruch- und Entsorgungsunternehmen.

Dauer der Rentabilität einer Windenergieanlage berechnen

Ob und wie lange sich mit einer bestimmten Windenergieanlage Gewinn erzielen lässt: Diese Frage wird umso drängender, wenn die Subventionierung endet. Im nächsten Jahrzehnt erreicht in Europa mehr als jede zweite Windenergieanlage das Ende ihrer jeweiligen nationalen Förderung. In Deutschland erhalten die Betreiber derzeit eine feste Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Diese Förderung endet am 31. Dezember 2020 für 5.200 Anlagen gleichzeitig, bis 2025 fallen weitere 8.000 Anlagen aus der Förderung – nämlich all jene, die schon seit 20 Jahren am Netz sind.

Optimale Post-EEG-Strategie finden

Nefino will allen Betroffenen helfen, die optimale Post-EEG-Strategie für in die Jahre gekommene Windenergieanlagen zu finden. "Weiterbetrieb, Repowering oder Rückbau: Die Entscheidung hängt von sehr vielen unterschiedlichen Faktoren ab, die sich kaum überblicken lassen", sagt Martin Westbomke, CSO bei Nefino und Projektingenieur am Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH. "Die Software wertet alle Daten aus und hilft so bei der Entscheidung."

Nefino GmbH

Die Nefino GmbH ist eine Ausgründung aus der Leibniz Universität Hannover. In die Location Intelligence Software sind Ergebnisse aus Forschungsprojekten des Instituts für Wirtschaftsinformatik und des IPH eingeflossen.

Über das IPH

Das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gemeinnützige GmbH forscht und entwickelt auf dem Gebiet der Produktionstechnik. Gegründet wurde das Unternehmen 1988 aus der Leibniz Universität Hannover heraus. Das IPH bietet Forschung und Entwicklung, Beratung und Qualifizierung rund um die Themen Prozesstechnik, Produktionsautomatisierung, Logistik und XXL-Produkte. Zu seinen Kunden zählen Unternehmen aus den Branchen Werkzeug- und Formenbau, Maschinen- und Anlagenbau, Luft- und Raumfahrt und der Automobil-, Elektro- und Schmiedeindustrie.

(Veröffentlicht: 3. September 2019)