Wissenschaft & Wirtschaft

Die Bankenkrise von 2007

Bei der weltweiten Banken- und Finanzkrise von 2007/08 gab es Gewinner und Verlierer. Über die Frage, ob diese Krise vorhersehbar und eventuell auch vermeidbar gewesen wäre, dikutieren Experten bei der Science Movie Night am 4. Februar im Schloss Herrenhausen.

Schloss Herrenhausen

Mitte der Nullerjahre herrscht Goldgräberstimmung in der Finanzbranche - vor allem in den USA: Niedrige Zinsen locken viele Menschen, sich ein Haus auf Kredit zu kaufen. Die Banken bedienen den immer attraktiver werdenden Markt mit guten Bewertungen mittelmäßiger Grundstücke und sichern ihre Kreditvergaben durch die Umwandlung in weitere Kredite. Weltweit kaufen Banken diese an der Börse wie beflügelt laufenden Kredite zu Tausenden, nichts ahnend, dass eine kurzfristige Zinserhöhung 2007 viele Neueigentümer dazu zwingt, ihre Häuser, die sichere geglaubte Kreditausfallgarantie, wieder zu verkaufen. Nun rächen sich die vermeintlich guten Bewertungen und die Verkäufe bringen bei weitem nicht das ein, was zur Begleichung der Darlehen nötig wäre. Die Folge ist ein sich immer schneller drehender Strudel an Verlusten auf allen Seiten: Hausbesitzer verlieren ihr Heim, Banken gehen insolvent, Banker verlieren ihre Jobs, Aktienkurse fallen auf Rekordtief, die Weltwirtschaft geht in die Knie. Hätte man das Heraufziehen der Finanzmarktkrise gegebenenfalls verhindern können? Wer waren die Gewinner der Krise und wie gelang es ihnen, Profit aus der Situation zu schlagen? Und schließlich: wie vertrauenswürdig ist unser heutiges Banken- und Finanzsystem? 

Herrenhausen Science Movie Night

Die Herrenhausen Science Movie Night mit dem Titel "Wer gewinnt, wenn andere alles verlieren? Die Bankenkrise von 2007" am 4. Februar im Schloss Herrenhausen zeigt einen Film über moralische Integrität und Gier, und die Gewinner und Verlierer der weltweiten Banken- und Finanzkrise von 2007/08. Im Anschluss an den Film diskutieren die Podiumsgäste aus Wissenschaft und Wirtschaft über die weltweite Vernetzung der Kapitalmärkte und deren Krisenresistenz. Der Film bildet den Auftakt einer dreiteiligen Reihe, die sich mit Wirtschafts-, Geld- und Kapitalmarktpolitik im 21. Jahrhundert befasst.

Programm

Einführung und Vorstellung der Diskutierenden anschließend Filmvorführung (in deutscher Version) und Diskussionsrunde mit:

Tobias Basse, Analyst, Nord/LB Hannover
JProf. Dr. Iryna Stewen, Internationale Wirtschaft, Universität Mainz
PD Dr. Friederike Sattler, Historisches Seminar, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Goethe Universität Frankfurt am Main
Moderation: Roland Zag, the human factor, München

Anmeldung

Aufgrund der derzeit geltenden Schutz- und Hygienebestimmungen ist eine Anmeldung im Vorfeld zwingend notwendig und ab dem 21. Januar hier möglich.

Der Veranstalter bittet die Schutz- und Hygienemaßnahmen beachten.

 

 

Termine

04.02.2022 bis 04.03.2022 ab 18:00 bis 21:00 Uhr

Ort

Schloss Herrenhausen
Herrenhäuser Straße 5
30419 Hannover

Dies ist eine Veranstaltung mit freiem Eintritt