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Wissenschaft & Wirtschaft

Gedanken über selbstbestimmtes Sterben

Um das Thema "Sterbehilfe geht es beim Herrenhäuser Gespräch am 8. Oktober im Schloss Herrenhausen.

Welcher Tod soll auf ein selbstbestimmtes Leben folgen, wenn dieses aufgrund schwerer Krankheit und anhaltender, unerträglicher Schmerzen zur Qual wird? "Mein Lebensende gehört mir", sagen die einen und wünschen sich einen selbstbestimmten und würdevollen Tod. Die anderen verweisen auf den uneingeschränkten Respekt für das Leben und lehnen jede Form von Sterbehilfe ab.

Das in § 217 StGB verankerte Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung hat die Suizid-Begleitung in Deutschland bisher nahezu unmöglich gemacht. In einer lang erwarteten Entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht das Gesetz im Februar für verfassungswidrig erklärt. In der Begründung heißt es, dass "die getroffene Entscheidung des Einzelnen, seinem Leben entsprechend seinem Verständnis von Lebensqualität und Sinnhaftigkeit der eigenen Existenz ein Ende zu setzen, im Ausgangspunkt als Akt autonomer Selbstbestimmung von Staat und Gesellschaft zu respektieren ist".  

Herrenhäuser Gespräch

Welche praktischen Auswirkungen hat das Urteil auf die neu zu regelnde Sterbehilfe? Auf welche Hilfe können Schwerkranke und ihre Angehörigen nun hoffen? Wie lässt sich ein würdevolles Lebensende selbstbestimmt gestalten? Und wie könnte ein neuer gesellschaftlicher Konsens aussehen, der ethische, medizinische und rechtliche Positionen ausgewogen berücksichtigt? Antworten auf diese Fragen suchen Experten beim 64. Herrenhäuser Gespräch mit dem Titel "Gedanken über selbstbestimmtes Sterben" am Donnerstag, 8. Oktober im Xplanatorium des Schlosses Herrenhausen.

Anmeldung und Informationen

Aufgrund der geltenden Schutz- und Hygienebestimmungen ist eine Anmeldung im Vorfeld zwingend notwendig. Die Anmeldung ist ab dem 24. September auf veranstaltungen.volkswagenstiftung.de möglich. Informationen zu den Schutz- und Hygienemaßnahmen für den Besuch im Xplanatorium Herrenhausen finden sich auf den Seiten der Volkswagenstiftung unter www.volkswagenstiftung.de

Programm

Podiumsdiskussion
Prof. Dr. med. Bettina Schöne-Seifert, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Universität Münster
Prof. Dr. Gunnar Duttge, Rechtswissenschaftler für Medizin- und Biorecht an der Universität Göttingen, Mitherausgeber der Zeitschrift "Leben & Tod"
Prof. Dr. Dr. Dr. h. c. Eckhard Nagel, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth.
Prof. Dr. Andreas Voßkuhle (angefragt), Präsident des Bundesverfassungsgerichts von 2010-2020

Moderation
Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur

Termin(e): 08.10.2020 
von 19:00 bis 22:00 Uhr
Ort

Schloss Herrenhausen

  • Herrenhäuser Straße 5
  • 30419 Hannover
Preise:
Der Eintritt ist frei.

Aufgrund der geltenden Schutz- und Hygienebestimmungen ist eine Anmeldung im Vorfeld zwingend notwendig.

Veranstalter: VolkswagenStiftung