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Wissenschaft & Wirtschaft

Mikroplastik - Gefahr für Mensch und Natur?

Über die Gefahren und Auswirkungen von Mikroplastik informieren Experten beim Herrenhäuser Forum am 13. Februar im Schloss Herrenhausen.

Hörsaal © David Carreno Hansen, Quelle: Volkswagenstiftung

Auditorium, Schloss Herrenhausen

330.000 Tonnen Kunststoff bringen wir Deutsche in Form von bspw. Autoreifenabrieb, Kosmetika oder durch Zerkleinerung von Bauschutt pro Jahr in die Umwelt ein - so schätzt das Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik die Gesamtmenge der Emissionen von diesem sogenannten primären Mikroplastik. Umweltverbände warnen seit langem vor der drohenden Gefahr durch die ultrafeinen und unlöslichen Plastikpartikel und -fasern mit einem Durchmesser geringer als fünf Millimeter. Dass sich diese Kunststoff-Emissionen auf Mensch und Umwelt auswirken, daran herrscht in der Wissenschaft kein Zweifel. Vollständig abschätzen lässt sich das Ausmaß ihrer Auswirkungen jedoch noch nicht. Eines steht aber fest: Plastik, ob im Mikroformat oder als Ganzes, ist kein ästhetisches Problem. Insbesondere im Wasser zeigt sich seine Wirkung, wenn sich Fische an alten Netzen oder sonstigen Geweben strangulieren, wenn sie die bunten schwimmenden Teile mit Futter verwechseln oder wenn chemische Substanzen, zum Beispiel Additive wie Weichmacher, UV-Stabilisatoren oder Flammschutzmittel, aus den Kunststoffen freigesetzt werden und so die Fauna und Flora beeinträchtigen - und schließlich in die Nahrungskette gelangen. Konkrete Studienergebnisse zur direkten oder indirekten gesundheitsschädigenden Wirkung von Kunststoffen in der Umwelt auf den Menschen existieren bisher nicht. Laborstudien legen jedoch die Vermutung nahe, dass sich die Aufnahme von Mikroplastik in den tierischen und menschlichen Organismus negativ auf die Gesundheit auswirkt und Fruchtbarkeit sowie Sterblichkeit beeinflussen.

Herrenhäuser Forum

Welche Gefahren von Mikroplastik für unseren Planeten sind heute bereits bekannt - welche werden noch vermutet? Wie wirken sich nach aktuellem Forschungsstand Kunststoffemissionen auf den Menschen und auf die Umwelt aus? Und die wichtigste Frage: Wie lassen sich Kunststoffemissionen verhindern bzw. wie können wir die Freisetzung von Mikroplastik reduzieren? Antworten auf diese Fragen suchen Experten beim Herrenhäuser Forum mit dem Titel "Mikroplastik - Gefahr für Mensch und Natur?" am  13. Februar im Tagungszentrum des Schlosses Herrenhausen.

Programm

Impulsvortrag
Dipl. Ing. Jürgen Bertling, Stellv. Abteilungsleiter Nachhaltigkeits- u. Ressourcenmanagement, Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT; Mitautor der Studie "Kunststoffe in der Umwelt: Mikro- und Makroplastik"

Podiumsdiskussion
Dipl. Ing. Jürgen Bertling, Stellv. Abteilungsleiter Nachhaltigkeits- u. Ressourcenmanagement, Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT; Mitautor der Studie "Kunststoffe in der Umwelt: Mikro- und Makroplastik"
Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung, Berlin
Dr. Melanie Bergmann, Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven
Prof. Dr. med. Hans Schweisfurth, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats und des Arbeits-kreises Medizin der DGUHT e.V.

Moderation
Dr. Daniel Lingenhöhl, Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft

Termin(e): 13.02.2020 
von 19:00 bis 22:00 Uhr
Ort

Schloss Herrenhausen

  • Herrenhäuser Straße 5
  • 30419 Hannover
Preise:
Eintritt frei

Einlass ab 18:15 Uhr

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Kapazitäten sind jedoch begrenzt.

Veranstalter: VolkswagenStiftung

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