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Die digitale Vermessung des Menschen: ...

... Auf dem Weg in einen neuen Totalitarismus? Folgt man der These Arendts, dass jede Weltanschauung von einer totalitären Bewegung übernommen und durch Terror in eine neue Staatsform überführt werden kann, gilt dies auch für die Ideologie der digitalen Vermessung des Menschen.

HANNAH ARENDT TAGE 2022

Die Vorstellung ist, dass sich Handeln, Identität oder gar der Wert eines Menschen aus seinen Daten vorhersagen ließen. Durch ein Social-Credit-System, das diese Daten mithilfe künstlicher Intelligenz auswertet, entstünde das Bild einer dystopischen Herrschaft. Das totalitäre Potenzial dieser Ideologie entspringt der Verknüpfung eines naiven  Technikglaubens mit dem Paradigma der Biopolitik: Die Lösungen für gesellschaftliche Probleme lägen bereits vor, der Mensch müsse in seinem Verhalten nur noch an die Technologie angepasst werden.

Ablauf

  • Grußworte:
    • Ansgar Heise, Geschäftsführender Gesellschafter Heise Gruppe
    • Prof. Dr.-Ing. Lars Baumann, Dezernent für Personal, Digitalisierung und Recht, Landeshauptstadt Hannover
  • Vortrag: „Die digitale Vermessung des Menschen: Auf dem Weg in einen neuen Totalitarismus?“, Prof. Dr. Simon Hegelich, Technische Universität München
    • Prof. Dr. Simon Hegelich ist Professor für Political Data Science an der Technischen Universität München. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit algorithmischer Steuerung, Sozialen Netzwerken, künstlicher Intelligenz und Deep Learning sowie mit den politischen Auswirkungen technischer Innovationen.
  • Diskussion
  • Moderation: Jürgen Kuri, Stellv. Chefredakteur heise online

Termine

13.10.2022 ab 19:00 Uhr

Ort

Heise Medien
Karl-Wiechert-Allee 10
30625 Hannover

Die Veranstaltung wird zusätzlich im Livestream übertragen.