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Veranstalter

Die HANNAH ARENDT TAGE sind eine Veranstaltung der Landeshauptstadt Hannover (Büro Oberbürgermeister, Wissenschaftsstadt Hannover) in Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover (Institut für Politische Wissenschaft) und der VolkswagenStiftung.

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VolkswagenStiftung

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Die Kunst des Widerstands

Mit Milo Raus Vortrag über die Entwicklung von Protest und Widerstand werden am 23. Oktober die 21. HANNAH ARENDT TAGE im Sprengel Museum eröffnet. Mit dabei ist unter anderem Oberbürgermeister Stefan Schostok. 

Mann. © Phile Deprez

Milo Rau wird den Vortrag "Die Kunst des Widerstands" halten. 

Das "Böse", so Hannah Arendt, ist eine Frage der fehlenden Vorstellungskraft. Denn wie wäre es sonst möglich, das Unvorstellbare zu tun, ohne daran zu verzweifeln? Wie wäre es möglich, dass wir heute weiterkonsumieren, obwohl der Klimakollaps bevorsteht? Wie könnte es sein, dass Tausende von Toten im Mittelmeer hingenommen würden, ohne die systemischen Grundlagen des Massentods zu bekämpfen? Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stellt sich die Frage nach der "Leere" des "Bösen" neu: Wie kann an die Stelle des "kapitalistischen" ein neuer, ein utopischer und verantwortungsvoller Realismus treten? Wie wird aus Protest Solidarität und schließlich Widerstand?

Ablauf der Veranstaltung

  • Grußworte: Stefan Schostok, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, und Dr. Reinhard Spieler, Direktor Sprengel Museum Hannover
  • Einführung: Gabriele Sand, Kuratorin, Sprengel Museum Hannover
  • Vortrag: Die Kunst des Widerstands, Milo Rau 
  • Diskussion
  • Moderation: Johannes Kirsten, Dramaturg am Schauspiel Hannover 
  • Eröffnung der Ausstellung: Benjamin Bergmann, The Revolution Will Not Be Televised 

Referent

Milo Rau, Schweizer Avantgarde-Regisseur, Theaterautor, Essayist und Wissenschaftler, studierte Soziologie, Germanistik und Romanistik in Paris, Zürich und Berlin. Gründete 2007 die Theater- und Filmproduktionsgesellschaft "International Institute of Political Murder", die sich auf die multimediale Bearbeitung historischer oder gesellschaftspolitischer Konflikte fokussierte. Raus politische Theaterprojekte wie "Das Kongo Tribunal" (2015) oder "Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs" (2016) entfachten kritische Debatten weit über die Kunstwelt hinaus.

Termin(e): 23.10.2018 ab 19:00 Uhr
Ort

Sprengel Museum Hannover

  • Kurt-Schwitters-Platz
  • 30169 Hannover