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Leibniz-Broschüre

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Mann vor Denkmal © LHH/China Hopson

Leibniz-Denkmal (Foto: China Hopson)

Ein kluger Kopf als Kunstobjekt

Leibniz-Denkmal

Der überlebensgroße Bronzekopf am südlichen Ende des Opernplatzes an der Georgstraße ist eine Hommage an den bedeutenden Philosophen und Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716).

Der imposante, zweieinhalb Meter hohe und nur wenige Zentimeter breite Bronzekopf mit dem Antlitz von Gottfried Wilhelm Leibniz ruht auf einem rechteckigen Granitsockel am so genannten "Operndreieck" (eingerahmt von Georgstraße, Georgsplatz und der Straße "An der Börse"). Der hannoversche Architekt und Künstler Stefan Schwerdtfeger hat ihn im Stil eines überdimensionalen Scherenschnittes gestaltet.

Intention

Die Konzeptbeschreibung zum Leibniz-Denkmal gibt Aufschluss über die Intention: Das Denkmal will an Leibniz erinnern, indem es allgemeinverständlich über ihn informiert. Die Hannoveraner und die Besucher der Stadt sollen auf den in aller Welt aktuellen Universalgelehrten unvermittelt 'treffen' und auf anschauliche und einprägsame Weise Bekanntschaft mit ihm machen. Dabei soll die wünschenswerte Identifikation entstehen: Leibniz / Hannover - Hannover / Leibniz.

Auf Augenhöhe mit einem Genie

Tatsächlich ist das riesige und im hellen Sonnenlicht metallisch schimmernde Konterfei von Leibniz selbst für einen verträumten Flaneur kaum zu übersehen. Auf der einen Seite des 750 Kilo schweren Kopfes, der in der Berliner Bildgießerei Noack angefertigt wurde, ist das Leibniz-Zitat "Einheit in der Vielheit – unitas in multitudine" eingraviert. Die andere Seite zeigt das von Leibniz entwickelte binäre Zahlensystem, dargestellt mit den Zahlen 0 und 1 in fortlaufender Folge.

Zwei rechteckige Informationsblöcke auf dem Pflaster zur Linken und zur Rechten des Denkmals informieren den Betrachter in aller Kürze über Leibniz sowie über das von ihm entwickelte Binärsystem und die Infinitesimalrechnung (auch Analysis oder das Rechnen mit unendlich kleinen Zahlen genannt). Auf der einen Bronzetafeln steht:

Gottfried Wilhelm Leibniz 1646-1716
Hannovers großer Geist gilt weltweit als
bedeutender Universalgelehrter.
Der Philosoph, Mathematiker,
Naturwissenschaftler und Techniker
beeinflusste alle Wissenschaften. Seine
Gedanken und Erkenntnisse waren seiner
Zeit weit voraus. So legte er mit der
Differential- und Integralrechnung und
ihrer Schreibweise die Grundlage
heutiger Mathematik.

Die Abbildung darunter zeigt ein von Leibniz geschriebenes Integralzeichen und die lateinischen Worte (in der Originalhandschrift von Leibniz und in Druckbuchstaben) "utile erit scribi ∫. pro omnia" ("es wäre nützlich, ∫. statt omnia zu schreiben"). Auf der anderen Tafel ist Folgendes zu lesen:

Das binäre System
Gottfried Wilhelm Leibniz
(1646-1716) entwickelte die
Kunst, mit nur zwei Ziffern
zu rechnen: mit 0 und 1.
Nach diesem binären Prinzip
arbeiten unsere heutigen
Computer.
Leibniz konzipierte auch eine
mechanische binäre Rechen-
maschine - wie zuvor schon
die erste dezimale Rechenmaschine
für alle vier Grundrechenarten.

Rechts neben diesen Zeilen ist eine Abbildung zu sehen mit einem binären Rechenbeispiel von Leibniz im Original.

Leibniz – ein Geschenk für Hannover

Das Leibniz-Denkmal wurde ausschließlich mit privaten Mitteln finanziert und ist ein Geschenk an die Stadt Hannover und ihre Bürger. Eine Stifter-Plakette an der Rückseite des Denkmalsockels informiert über die namhaften Geldgeber:

Der Stadt Hannover zum Geschenk
In Erinnerung an ihren großen
Gottfried Wilhelm Leibniz
S.K.H. Prinz Ernst August von Hannover
Herzog zu Braunschweig und Lüneburg
Fritz Behrens-Stiftung
Deutsche Bank Hannover
Sparda-Bank Hannover-Stiftung
BHF-BANK Hannover
Volkswagen Nutzfahrzeuge
CeBIT Hannover
Verlagsgesellschaft Madsack
Lavesstiftung
Presse Club Hannover
2008

Das Leibniz-Denkmal auf dem Boulevard zwischen Aegi und Kröpcke wurde am 27. November 2008 vom damaligen Oberbürgermeister und heutigen niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil feierlich eingeweiht und im Beisein der Initiatoren (den Journalisten Friedrich Oehler und Hartmuth Schulz) und der Förderer des Projekts der Stadt Hannover übergeben.