Programm 5. November

Die Welt im Wandel – Klima im Fokus

Im Rahmen zweier Online-Vorträge am 5. November rücken Prof. Dr. Ulrich Heimhofer sowie Prof. Dr. Georg Guggenberger das Klima in den Fokus.

November der Wissenschaft

Darum geht's

Im Rahmen der Veranstaltungen sind zwei Vorträge geplant:

Ein kreidezeitliches Klimaarchiv. Fossile See- und Sumpfablagerungen aus der zentralen Mongolei
Die Klimageschichte der Erde liefert wichtige Anhaltspunkte für die zukünftige Klimaentwicklung. Die Teilnehmer werden auf eine Reise durch das späte Mesozoikum mitgenommen, als die Erde sich im Treibhausmodus befand und geprägt war durch hohe Meeresspiegel, eisfreie Polargebiete und hohe atmosphärische CO2 Konzentrationen. Forschende beschäftigt hierbei vor allem die Frage, welche Klimabedingungen auf den Kontinenten herrschten. Um dies zu klären, untersuchen  Geowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Leibniz Universität Gesteinsabfolgen in der zentralen und südlichen Mongolei, wo sich vor 120 Millionen Jahren ein weiträumiges See- und Sumpfgebiet befand. Die heute als Sandstein, Ton und Braunkohle vorliegenden Ablagerungen werden mit modernen geochemischen Methoden analysiert und liefern wichtige Informationen zur Klima- und Vegetationsdynamik für die Erde unter Treibhausbedingungen. 

Klimaschutz und Landwirtschaft. Ein starkes Paar durch regional spezifische Ansätze
Landwirtschaft steht im Zentrum vieler Nachhaltigkeitsziele wie "Kein Hunger", "Sauberes Wasser" oder "Leben an Land". Denkt man jedoch an Klimaschutz, kommt Landwirtschaft sicher nicht als erstes in den Sinn. Hier setzt der Vortrag an und zeigt den Teilnehmenden die enge Interaktion zwischen Klimaschutz und Landwirtschaft. Bis in die 1960er Jahre waren Landnutzung und Landnutzungsänderungen der wesentliche Treiber des Anstiegs atmosphärischer Treibhausgase. Gleichzeitig führt Klimawandel mit Trockenheit, Hitzeperioden und Starkniederschlägen zu Bodendegradation und Ertragseinbußen. Erst in jüngster Zeit wurde die enge Beziehung von Klimaschutz und nachhaltiger bzw. regenerativer Landwirtschaft erkannt. Dies erfordert jedoch regional spezifische Ansätze. Anhand dreier Beispiele aktueller Forschung in Deutschland, dem Amazonas-Regenwald und der sibirisch-kasachischen Steppe wird gezeigt, dass die Wege zu einer nachhaltigen bzw. regenerativen Landnutzung in Abhängigkeit der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der naturräumlichen Gegebenheiten durchaus unterschiedlich sein können. Gemein ist jedoch allen Ansätzen, den Einsatz externer Energie zu reduzieren, die Umweltbelastung durch Landwirtschaft zu minimieren, die Biodiversität zu schützen bzw. zu erhöhen und insbesondere den landwirtschaftlich genutzten Boden als CO2-Senke zu nutzen.

Für Kinder geeignet?

keine Angaben

Barrierefrei?

keine Angaben

Link zur Veranstaltung

https://www.geo.uni-hannover.de

Veranstalter

Leibniz Universität Hannover, Leibniz Forschungszentrum FZ:GEO; Institut für Geologie; Institut für Bodenkunde
https://www.geologie.uni-hannover.de/

Termine

05.11.2021 ab 16:00 bis 17:00 Uhr

Ort

Dies ist eine Veranstaltung mit freiem Eintritt