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Eine Person im weißen Kittel hält ein Impfbuch in der Hand © Luis Kramer

Ein wichtiges Dokument: das Impfbuch

Gesetz

Masern und Masernschutzgesetz

Das Masernschutzgesetz trat am 1. März 2020 in Kraft.

Am 1. März 2020 trat das Masernschutzgesetz bundesweit in Kraft.

Wer muss einen Masernschutz nachweisen?

Kinder müssen vor Neuaufnahme in die Kita, bei der Tagesmutter oder Schule einen gültigen Masernschutz nachweisen können.

  • Entweder besteht ein vollständiger Impfschutz – also eine Zweifachimpfung bei Kindern ab zwei Jahren –, der durch den Impfpass oder durch das Kinderuntersuchungsheft nachgewiesen wird.
  • Oder ein ärztliches Attest bestätigt, dass eine Masernerkrankung bereits durchgemacht wurde und daher ein Immunschutz erreicht ist.
  • Auch Beschäftigte in Kindergärten, Schulen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen sowie in Krankenhäusern oder Arztpraxen müssen ihren Masernschutz nachweisen, sofern sie nach 1970 geboren sind.

Der Nachweis ist der Einrichtungsleitung oder dem Arbeitgeber vorzulegen.

Die Region Hannover nimmt Kontakt zu den Personen auf, die von den Einrichtungsleitungen gemeldet werden, weil sie den erforderlichen Nachweis nicht erbracht haben.

Kann ein Kind vom Kita-Besuch ausgeschlossen werden?

Grundsätzlich gilt, dass Einrichtungsleitungen nicht geimpfte Kita-Kinder vom Besuch der Einrichtung ausschließen müssen. Für Schulkinder dahingegen gilt die Schulpflicht, sie können nicht ausgeschlossen werden, wenn der Nachweis fehlt. Die Kita- und Schulkinder, die bereits Einrichtungen besuchen, müssen ihren Immunschutz spätestens bis zum 31. Juli 2021 nachweisen. Bei Verstößen gegen die Nachweispflicht droht grundsätzlich ein Bußgeld bis zu 2.500 Euro.

Was macht Masern gefährlich?

Masern sind so gefährlich, weil sie zu Komplikationen führen können, wie zum Beispiel Mittelohrentzündungen, Atemwegs- oder Lungenentzündungen. Einer von 1.000 Masern-Erkrankten stirbt an der Krankheit. Eine besonders gefürchtete Komplikation der Masern-Erkrankung ist auch die Gehirnentzündung. Sie tritt ebenfalls bei etwa einem von 1.000 Masernfällen auf, bei bis zu 30 Prozent der Betroffenen bleiben schwere Folgeschäden wie geistige Behinderungen oder Lähmungen zurück.

Zweifache Impfung bietet Schutz

Eine zweifache Impfung gegen Masern schützt vor der Erkrankung. Im Impfpass ist der Masernimpfstatus zu dokumentiert, für einen vollständigen Schutz sind zwei Impfungen nötig. Wer sich unsicher ist oder Fragen hat, wendet sich am besten an den Arzt oder die Ärztin seines Vertrauens. Impfungen nehmen grundsätzlich Haus- bzw. Kinderärztinnen und Kinderärzte vor, die Krankenkasse übernimmt die Kosten für Masernschutzimpfungen.

Das Gesundheitsamt der Region Hannover berät die Einrichtungen in der Region Hannover in allen Fragen zu dem Masernschutzgesetz und informiert über aktuelle Entwicklungen unter Telefon (0511) 616-42584.

Die Internetseite www.masernschutz.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert zudem sehr übersichtlich über das neue Gesetz.