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"I have a very special feeling for Hannover"

Niki de Saint Phalle

Sie ist die Schöpferin der weltberühmten Nanas und Hannovers erste und bisher einzige Ehrenbürgerin.

Mit Hannover verband sie eine über 30-jährige Freundschaft: Niki de Saint Phalle - geboren am 29.10.1930 in Paris, verstorben am 21. Mai 2002 in San Diego. Ihre Zuneigung zur Stadt an der Leine drückte die Weltkünstlerin eindrucksvoll zuletzt im Herbst 2000 in einem Satz aus: "I have a very special feeling for Hannover", so die damals 70-Jährige.

Der künstlerische Durchbruch gelang Niki de Saint Phalle in den fünfziger Jahren mit der Teilnahme an Ausstellungen der internationalen Gruppe "Nouveaux Réalistes". Viel beachtet wurden in den folgenden Jahrzehnten neben ihren Filmen "Daddy" und "Camélia et le Dragon" sowie den Ausstellungen in allen wichtigen Museen der Welt zahlreiche außergewöhnliche Kunstprojekte: Zum Beispiel die Riesen-Nana "Hon - en katedral" für das Moderna Museet in Stockholm (1966), das "Paradies Fantastique" für den französischen EXPO-Pavillon in Montreal (1967), das sie zusammen mit ihrem langjährigen Lebensgefährten Jean Tinguely entwarf, das Monstrum-Haus "Golem" mit Rutschbahnen in Jerusalem (1972) sowie der "Giardino dei Tarocchi" in der Toscana, der nach einer Idee aus 1974 entstand und schließlich 1996 fertig wurde.

Die Aufstellung der drei bunten, voluminösen Nanas aus Polyester am hannoverschen Leineufer 1974 hatte Proteststürme bei einigen HannoveranerInnen ausgelöst, brachte aber auch eine - die erste - lebhafte und tiefgreifende Diskussion über Kunst im öffentlichen Straßenraum. Mittlerweile werden die Nanas, die rasch zu Wahrzeichen der EXPO-Stadt avancierten, geliebt.

Seit 1999 arbeitete Niki de Saint Phalle für Hannover an der Neugestaltung der Grotte. Die Ehrenbürgerin der Stadt Hannover verstarb ein Jahr vor der Fertigstellung der beeindruckenden Grotte im Großen Garten. Die von ihr gefertigten detaillierten Pläne und zahlreiche Informationen ihrer Mitarbeiter ermöglichten die Fertigstellung (in) der (neu gestalteten) Grotte. Die Grotte in Herrenhausen ist somit das letzte große Kunstprojekt, das Niki de Saint Phalle vor ihrem Tod abschloss. Weitere Informationen zu Niki de Saint Phalle finden Sie auf der Homepage der Künstlerin und auf der Website des Sprengel Museums.