Die Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen, das ZeitZentrum Zivilcourage und das Autor:innenzentrum laden zu einer literarischen Diskussion ein. Unter dem Titel „Extremwetterlagen – Reportagen aus einem neuen Deutschland“ sprechen die namhaften Autor*innen Manja Präkels und Alexander Leistner über die Erfahrungen als „Überlandschreiberinnen“ in den ostdeutschen Bundesländern.
„Wann haben wir gemerkt, dass wir in einem neuen Land leben? Und woran? Und wie lernen wir, gegen den Wind zu atmen, der sich unheilvoll zusammenbraut?“ 2024 startete ein ungewöhnliches literarisch-soziologisches Projekt. Manja Präkels, Tina Pruschmann und Barbara Thériault machten sich auf den Weg, um die Stimmung in Ostdeutschland zu ergründen, verborgene gesellschaftliche Brüche und Kipppunkte sichtbar zu machen.
So entstanden literarische Reportagen über die Normalisierung rechtsextremer Strukturen und Narrative, bedrohte Kulturvereine und Gedenkstätten, bizarre Infrastrukturprojekte in Ruinenlandschaften. Über Menschen, die wegsehen und schweigen, und solche, die tagtäglich ihr Bestes geben, um im tobenden Sturm der Umwertung aller Werte weiter gegen den Wind zu atmen.
Die Veranstaltung lädt dazu ein, den Blick für die politischen Umbrüche in Deutschland zu schärfen. Im Kontext der anstehenden Kommunal- und Landtagswahlen in Niedersachsen ist die Diskussion ein Angebot für alle Interessierten, gemeinsam hinzuschauen, zuzuhören und im Gespräch zu bleiben.
Mitwirkende
· Manja Präkels, Autorin und Überlandschreiberin
· Alexander Leistner, Autor
· Moderation: Momo Charlotte Kranenberg, freie taz-Journalistin und Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung
Veranstalterinnen: Stiftung Leben & Umwelt/Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen, ZeitZentrum Zivilcourage und Autor:innenzentrum Hannover
Eintritt frei. Um Anmeldung wird gebeten: https://calendar.boell.de/de/event/extremwetterlagen