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Museum

Kindermuseum Zinnober

Hannovers jüngstes Museum - im doppelten Sinne: Im April 2014 öffnete mit dem Zinnober ein Museum speziell für Kinder in Hannover.

Spielende Kinder © Christoph Bartolosch

Aus Kinderhand: Bildentwürfe aus farbigen Tonpapieren für die Wände des Kindermuseums.

Seit 2001 Jahren plant und realisiert "Zinnober - ein Museum für Kinder und Jugendliche in Hannover e.V." erfolgreich Ausstellungen, die bisher an wechselnden Orten gezeigt wurden. Jetzt haben das Kindermuseum und der Verein eine feste Adresse: Am 27. April 2014 wurde das Kindermuseum Zinnober mit einem Fest eingeweiht.

Bitte anfassen

Die Ausstellungen laden zum Mitmachen ein und werden zum sinnlichen Erlebnis. Zum pädagogischen Konzept gehört es, dass Kinder und Jugendliche die Inhalte sinnlich erfassen. Riechen, fühlen, schmecken oder sehen ist mindestens genauso wichtig wie das Lesen. Vielfach können die jungen Besucher auch selbst aktiv und kreativ werden, etwa indem sie sich verkleiden, Aufgaben lösen oder ihre Eindrücke in Bildern verarbeiten.

Auf einer weiteren Ebene werden sachliche Informationen gegeben, die insbesondere die erwachsenen Begleiter ansprechen. So können sie mit den Kindern und Jugendlichen unmittelbar oder auch später noch über deren Eindrücke und Erlebnisse sprechen und die Inhalte vertiefen. Die Erwachsenen wiederum lernen, die Inhalte aus Kindersicht zu verstehen.

Die Vorgeschichte

14 Jahre lang war das Kindermuseum Zinnober gewissermaßen ein Museum auf Wanderschaft: Insgesamt acht Ausstellungen wurden bisher an verschiedenen Orten in Hannover und in anderen Städten gezeigt, eine war später zu Gast in einem anderen Museum.

Zwei Ausstellungen konzipierte der im Jahr 2000 gegründete Verein selbst, so auch die Ausstellung "Bleib am Ball", die passend zur Frauenfußball-WM 2011 im Freizeitheim Vahrenwald zu erleben war und den Deutschen Fußballkulturpreis erhielt. Die Ausstellung "Die Kuh im Kühlschrank" in der Kunsthalle Faust sahen rund 2000 Kinder und Erwachsene, viele Besucher reisten auch aus größerer Entfernung an.

Eigeninitiative und Unterstützung

In einer ehemaligen Werkskantine hat der Verein langfristig rund 300 Quadratmeter Fläche gemietet, die Platz bieten für einen großen Ausstellungsraum, eine Küche, Büros und ein Atelier. "Unsere Vermieterin unterstützt des Projekt und hat Umbauten in unserem Sinne vorgenommen", betont die erste Vorsitzende des Vereins Renate Dittscheidt-Bartolosch. Die Vereinsmitglieder investierten in den vergangenen Monaten unzählige Stunden ihrer Freizeit in die Renovierung und Gestaltung der Räume. Im Rahmen eines Projekts mit der IGS Linden wurden Wandbilder entworfen. Im Garten hinter dem Gebäude schufen Jugendliche verschiedener Schulen eine von proKlima, Windwärts und der Landeshauptstadt Hannover geförderte WindSolarSkulptur.

Die Einrichtung und den Umbau des Kindermuseums unterstützten mehrere Institutionen und Stiftungen. So stellt die Hannoversche Volksbank Stiftung 6.000 Euro für den Einbau eines Fahrstuhls bereit, der einen barrierefreien Zugang zum Hochparterre ermöglicht. Im Rahmen des Projekts "Kindermuseum auf dem Weg" engagierten sich der Bezirksrat Linden-Limmer, die Landeshauptstadt Hannover, die LindenLimmerStiftung sowie die Vereine Business for Kids und Vereint für Hannover finanziell. Die Bürgerstiftung Hannover und die VGH-Stiftung bezuschussten das Projekt "Originelles gestalten und sammeln".