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Nadelbäume, Gras- und Binsenbüschel, im Hintergrund Wald © Region Hannover, Stahl

Schwarzes Moor

Hannoversche Moorgeest

Schwarzes Moor bei Resse

Liegt südöstlich des Otternhagener Moores und umfasst eine Fläche von ca. 1,4 km²

Das Schwarze Moor bei Resse befindet sich unmittelbar südöstlich des Otternhagener Moores, nur durch einen schmalen Minaralbodenrücken von ihm getrennt. Mit 1,4 km² ist es ein kleines Hochmoor. Es liegt in einer saale-eiszeitlichen Geest-und Grundmoränen-Landschaft.

Im Kernbereich des Schwarzen Moores liegt eine Schwarztorfdecke von max. 1,2 m auf Birkenbruchwaldtorf. Sie wird von Weißtorf überlagert. In den Randbereichen hat sich der Schwarztorf auf Niedermoortorfen von 30 - 90 cm Stärke gebildet. Die übrigen Böden sind grund- und stauwasserbeeinflusst.

Das Schwarze Moor ist von den Rändern aus mit Gräben durchzogen, die nach Osten in den Resser Graben oder nach Süden direkt in die Auter entwässern. Dieser Bach wird im Fließgewässerschutzsystem des Landes Niedersachsen als typisches Gewässer der Region beschrieben und soll renaturiert werden. Der Oberlauf ist kritisch belastet, südlich des Schwarzen Moores wechselt die Güteklasse in mäßig belastet.

Die Dämme zwischen den schmalen Bändern der Handtorfstiche sind dicht mit Gehölzen bestanden, so dass ein waldartiger Charakter entsteht. Dennoch kommen hier einige typische Vogelarten der Moore vor

Für Arten mit einem größeren Flächenbedarf, wie z.B. den Kranich oder den Brachvogel, ist das Schwarze Moor zu klein. Der Strukturreichtum bietet jedoch einer Vielzahl anderer Arten eine Nische. Das gilt nicht nur für die Vögel.

Selbst die entwässerten Randbereiche sind dicht besiedelt, sofern sie nicht intensiv landwirtschaftlich genutzt werden. Hier kommen hauptsächlich Arten vor, die auch Trockenheit und Wärme gut ertragen können. Neben einigen Schmetterlingen sind es vor allem die Heuschrecken, die in diesem Gebiet mit großer Artenzahl erfasst wurden. Hier dominieren diejenigen, die entweder auf trockene Lebensräume angewiesen sind oder echte 'Ubiquisten', die sich mit fast allen Bedingungen arrangieren können. Die einzigen Ausnahmen bilden die Vorkommen der Sumpfschrecke und der Kurzflügeligen Schwertschrecke.

Im Inneren des Schwarzen Moores sieht das Spektrum der dominanten Artengruppen ganz anders aus. Neben Brutvögeln kommen Reptilien, Amphibien und wassergebundene Insekten wie z. B. Libellen in großer Zahl vor. Die Libellen zeigen, ähnlich wie die bereits genannten Schmetterlinge und Heuschrecken, einen weiten Bereich von Lebensraumansprüchen.

Größere Torfstiche und nasse, offene Bereiche sind mit Moosen, überwiegend Torfmoosen, Moosbeere, Rosmarinheide und Wollgräsern bedeckt.