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Luftaufnahme: Mehrere kleine Gewässer sind durch Gräben miteinander verbunden. Die Gewässer werden unterbrochen von Grünflcäehn, Bäumen und kleinen Siedlungen. Im Hintergrund ist die Stadt Hannover mit Maschsee und Fernsehturm zu erkennen. © Karl Johaentges

Leineauen mit Hannover im Hintergrund

Grundwasserqualität in der Region Hannover

Erläuterungen zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie in der Region Hannover und kartografische Darstellung des Grundwasserkörpers.

Bewertung des Grundwassers

In der Region Hannover wird wie im übrigen Flachland Niedersachsens der chemische Zustand des überwiegenden Teils der Grundwasserkörper in der Region Hannover als „nicht gut“ beurteilt (siehe Karte: chemischer Zustand der Grundwasserkörper in der Region Hannover). Als Problematisch wird in diesen Grundwasserkörpern die Entwicklung der Nitratbelastung angesehen. Das bedeutet aber nicht, dass dort die Grenzwerte für eine Trinkwassergewinnung überschritten sind. Die Beurteilung „nicht gut“ erfolgt schon dann, wenn die Ziele für den chemischen Zustand in einer signifikanten Zahl von Messstellen überschritten sind, die auch weit außerhalb eines Trinkwassereinzugsgebiets liegen können. Als „nicht gut“ wird ein Grundwasserkörper auch bewertet, wenn die Trends auf einen Anstieg der Belastung hinweisen.

Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie

Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie,  nach der ein „guter mengenmäßiger und chemischer Zustand des Grundwassers“ anzustreben sei, ist grundsätzlich Ländersache. In Niedersachsen ist damit der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz beauftragt. Er hat die wesentlichen Arbeiten zur Bewertung der Gewässer geleistet und die niedersächsischen Anteile an den Bewirtschaftungsplänen und Maßnahmenprogrammen erarbeitet. Der NLWKN wird auch die Entwicklung der Gewässer durch ein Monitoring weiter beobachten.

Entnahme von Grundwasser und Verringerung der Nitratbelastung

Für die mengenmäßige Bewirtschaftung des Grundwassers haben die unteren Wasserbehörden klare Vorgaben erhalten, welche Entnahmen in den einzelnen Grundwasserkörpern noch zugelassen werden können. Bei Einhaltung dieser Vorgaben ist die Einhaltung des guten mengenmäßigen Zustands nicht gefährdet. Die Maßnahmen zur Verbesserung des chemischen Grundwasserzustands konzentrieren sich auf die Verringerung der Nitratbelastung. In Wasserschutzgebieten erfolgt das durch die Fortführung von Vereinbarungen mit der Landwirtschaft im Rahmen der jeweiligen Trinkwasserschutzkooperation unter Federführung der Wasserversorger. Außerhalb von Schutzgebieten bietet der NLWKN den Landwirten ähnliche Vereinbarungen an. Mit der entsprechenden Beratung der Landwirte hat er Ingenieurbüros und auch die Landwirtschaftskammer beauftragt.