Veranstaltungen zum Geburtstagsjubiläum Hannah Arendts - Hannover.de

Happy 120th Birthday Hannah!

Veranstaltungen zum Geburtstagsjubiläum Hannah Arendts

Vor 120 Jahren wurde Hannah Arendt in Hannover-Linden geboren. Mit ausgewählten Veranstaltungen erinnert die Landeshauptstadt ab April mit vielen Partner*innen an die international bekannte Politiktheoretikerin.

Szene aus „Denken ohne Geländer“, pulk fiktion, Köln

Mit unterschiedlichen Formaten wie Theateraufführungen, Kinofilmen, Vorträgen, Gesprächen, Diskussionen und Schreib-Workshops laden die HANNAH ARENDT TAGE bereits ab April ein, Hannah Arendt in ihrem 120. Geburtstagsjahr neu zu entdecken. „Hannah Arendt und ihre Werke sind aktueller denn je. Insbesondere ihre Aufforderung zu unabhängigem Denken, ihre Appelle für Freiheit und das gemeinsame Handeln sind gerade in Zeiten des Erstarkens autoritärer Systeme wegweisend“, so Oberbürgermeister Belit Onay. „Mit dem Arendt Zitat „stop and think“ möchten die HANNAH ARENDT TAGE mit ausgewählten Veranstaltungen bereits im Vorfeld des 120. Geburtstages Hannah Arendts am 14.10.2026 an die berühmte Tochter unserer Stadt erinnern. Arendts Zitat ist eine Einladung zum Innehalten in der Informationsflut, zum selbstständigen und selbstreflexiven Denken, zum gemeinsamen Diskus über Freiheit und Demokratie. Aspekte, die das facettenreiche Programm aufgreift und zum Besuch einlädt. Happy 120th Birthday Hannah!“

Das Geburtstagsprogramm startet mit einem Vortrag über einen bislang wenig bekannten Aspekt aus Arendts Biografie. Am Donnerstag, den 9. April um 18 Uhr sprechen die Historiker*in und Provenienzforscher*in Dr. Johannes Schwartz und Silke Bremer im Museum August Kestner über „Hannah Arendt und die NS-Provenienzforschung – Die Jewish Cultural Reconstruction Inc. und die Suche nach NS-Raubgut in Hannover“.

Für Filmliebhaber zeigt das Kommunale Kino an den Samstagen, 28. März, 25. April, 16. Mai und 6. Juni jeweils um 12 Uhr den Spielfilm „Hannah Arendt“ von Margarethe von Trotta aus dem Jahr 2012 mit Barbara Sukowa in der Rolle der politischen Theoretikerin und Publizistin Hannah Arendt. Am 5. Mai um 18 Uhr präsentiert das Koki den Dokumentarfilm „Hannah Arendt – Ein Jüdin im Pariser Exil“ aus dem Jahr 2025, Regie Dr. Christian Bettges. Der Eintritt für diesen Film ist frei. Die Kinoreihe zu Arendt endet am 14. September um 18 Uhr mit dem ebenfalls 2025 erschienenen Film „Denken ist gefährlich“, in dessen Zentrum Zitate von Arendt aus ihren Essays und Briefen stehen.

Zwei Autor*innen sind im April (16.4.) und im Juni (11.6.) jeweils um 18 Uhr im Zeitzentrum Zivilcourage zu Gast. Direktor Dr. Jens Binner spricht mit dem Autor und Journalisten Willi Winkler über sein 2025 erschienenes Buch „Hannah Arendt. Ein Leben“. Dr. Katja Leuchtenberger, stellvertretende Leiterin der Arbeitsstelle Uwe Johnson-Werkausgabe der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften an der Universität Rostock fragt in ihrem Impulsvortrag und anschließendem Gespräch unter dem Titel „‘Aber, bitte schön, zur Gräfin machen sie mich nicht‘ – Hannah Arendt und Uwe Johnson. Eine Freundschaft in New Yorker Nachbarschaft und in Briefen“ nach den Spuren, die Arendt in Johnsons Werk hinterlassen hat.

Erstmalig kooperieren die HANNAH ARENDT TAGE in diesem Jahr mit den KunstFestSpielen. Im Echo-Salon am 29. April um 19 Uhr in der Orangerie Herrenhausen geht es um die Frage „Acts of Peace in Times of War – Wie kann Krieg beendet werden?“ Darüber diskutieren Prof. Dr. Aleida Assmann (Universität Konstanz) und Prof. Dr. Jörn Leonhard (Universität Freiburg).

Unter dem Titel „Hannover liest Hannah“ stellen bekannte Persönlichkeiten aus Hannover Auszüge aus Werken Arendts in der Stadtbibliothek Hannover in der Hildesheimer Straße vor und laden dazu ein, gemeinsam über die Texte nachzudenken und aktuelle Bezüge herzustellen. Die Autorin, Fernsehjournalistin und Politikwissenschaftlerin Düzen Tekkal wird am 19. Mai um 19.30 Uhr im Gespräch mit dem Moderator Sebastian Friedrich die Reihe eröffnen. Poetry Slammer Matti Linke ist am 9. Juni um 19.30 Uhr zu Gast. Die Reihe wird bis zu den HANNAH ARENDT TAGEN im September fortgesetzt wird.

Sowohl Hannah Arendt als auch die Villa Seligmann begehen in diesem Jahr das 120. Geburtstagsjubiläum. Eine gemeinsame Führung durch das Haus mit Eliah Sakakushev-von Bismarck, Direktor der Villa, und der Arendt Expertin Dr. Diana Häs am 16. Juni um 18 Uhr erinnert an die Zeit um 1906 in Hannover.
„Denken ohne Geländer – Hannah Arendt im Selbstversuch“ heißt die Produktion der freien Theatergruppe pulk fiktion aus Köln, die das Schauspiel Hannover im Juni im Ballhof 2 (17.6. 11 Uhr und 19.30 Uhr, 18.6. 11 Uhr) präsentiert. Die Aufführungen sind vor allem ein Angebot für Schüler*innen und verwandeln den Theaterraum in einen Denkraum, in dem Luft ist für Fragen nach Macht und Verantwortung, nach Identität und Pluralität.

Und wer Lust auf noch mehr eigenes Denken bekommen hat, kann in Schreibdenken-Workshops unter dem Zitat Arendts „stop and think“ von philosophischen Gedanken zu eigenen Erfahrungen, Fragen und Perspektiven kommen und diese zu Papier bringen. Denn Schreiben ist Denken! Termine und Orte sind unter der Rubrik Veranstaltungen demnächst zu finden.
In besonderer Weise wird Hannah Arendt schließlich mit der Aufnahme in die frauenORTE Niedersachsen und der Präsentation einer entsprechenden Tafel am 28. Juni um 11 Uhr in der Stadtbibliothek Hannover in der Hildesheimer Straße gewürdigt. 
Im Herbst beschließen die HANNAH ARENDT TAGE, die in diesem Jahr aufgrund der Herbstferien im Oktober bereits vom 22. bis zum 26. September stattfinden, das Programm zum 120. Geburtstag Hannah Arendts.
Weitere Details zu den einzelnen Veranstaltungen sind unter der Rubrik Veranstaltungen zu finden.

Partner*innen des Geburtstagsprogrammes:

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