Arne Jacobsen Foyer

Funktionsmöbel im Arne Jacobsen Foyer wurden restauriert

Mit dem Charme der 60er Jahre: Sie erstrahlen im alten Glanz, die Design-Einbauten des dänischen Architekten Arne Jacobsen im Glasfoyer der Herrenhäuser Gärten sind restauriert worden.

Arne Jacobsen Foyer - Die Design-Einbauten des dänischen Architekten Arne Jacobsen im Glasfoyer der Herrenhäuser Gärten 

Die ringförmige Erfrischungsbar und die Garderobe aus Schweizer Birnbaum waren sehr abgenutzt und zum Teil beschädigt, sie dienten seit fast 60 Jahren dem Service bei Veranstaltungen in der Galerie Herrenhausen.

Die restaurierten Elemente im Untergeschoss fügen sich jetzt wieder harmonisch in das 2017 sanierte Foyer aus den 1960er Jahren ein. Sie sind auf die dreiteilige Wandelhalle der oberen Ebene abgestimmt und wirken leicht, aber durch die besondere Formgebung perfekt eingepasst. Arne Jacobsen hat nicht nur Gebäude entworfen, sondern als Designer auch das passende Innenleben.

Die wertvollen, in vertikalen Streifen verlegten Furniere der Möbel wurden überarbeitet und teilweise ergänzt. Kratzer und Gebrauchsspuren durften dabei sichtbar bleiben. Hinzugefügte Bauteile sind entfernt worden, damit die Möbel so original wie möglich aussehen. Vor allem die zwischenzeitlich mehrfach überarbeiteten Oberflächen sind behutsam in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt worden.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir die Möbel in ihren originalen Zustand zurückversetzen konnten und sie nun als Zeitzeugen das Foyer komplettieren“, so Prof. Dr. Anke Seegert, Direktorin der Herrenhäuser Gärten. „Es war eine große Freude, die Schritte der Restaurierung mitverfolgen zu können. Durch die transparente Bauweise des Foyers können Gartenbesucher*innen die Erfrischungsbar und die Garderobenanlage auch im Vorbeigehen bewundern.“

Die Garderobe mit ihren originellen Metallarmen wird weiterhin ihren Zweck erfüllen, die Erfrischungsbar allerdings nicht: Ein neuer Gastronomietresen ist inzwischen an anderer Stelle errichtet und zeitgemäß ausgestattet worden.

Knapp 96.000 Euro hat die Überarbeitung der Einbauelemente gekostet, rund sechs Monate hat sie gedauert. Mit der Restaurierung beauftragt war Barbara Helmrich aus Isernhagen, spezialisiert auf Kunst- und Kulturgut aus Holz. Die Koordination hat der Fachbereich Gebäudemanagement der Landeshauptstadt Hannover übernommen.

Das Arne Jacobsen Foyer ist ein international bedeutsames Denkmal der Moderne und eines der wenigen noch erhaltenen und gemäß seiner Bestimmung genutzten Gebäude Jacobsens in Deutschland. Anfang der 1960er-Jahre beauftragte die Stadt Hannover Arne Jacobsen (1902–1971) mit einem Foyer für das historische Galeriegebäude. 1966 eröffnete es mit Garderoben, Gastronomie- und Kassentresen sowie Sanitäranlagen für Veranstaltungen. Seine zwei Ebenen, die raumhohen Kristallglasscheiben und die Stahlträger verleihen dem Foyer Transparenz und Leichtigkeit. Es fügt sich zurückhaltend in das Ensemble aus Schloss, Galerie, Orangerie und Garten ein.

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